St. Otmar muss acht Tore aufholen

Nach der 21:29-Niederlage im Hinspiel braucht St. Otmar morgen um 17 Uhr zu Hause gegen Hlohovec einen deutlichen Sieg, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Das Team von Trainer Jan Filip muss dafür seine Fehlerquote senken.

Christof Krapf
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St. Otmars Spielertrainer Jan Filip steht im Rückspiel gegen Hlohovec eine schwierige Aufgabe bevor. (Bild: Michel Canonica)

St. Otmars Spielertrainer Jan Filip steht im Rückspiel gegen Hlohovec eine schwierige Aufgabe bevor. (Bild: Michel Canonica)

HANDBALL. Die Hypothek hat es in sich: St. Otmar muss morgen um 17 Uhr in der ersten Runde des EHF-Cup zu Hause gegen Sporta Hlohovec acht Tore Rückstand aufholen. Das Hinspiel vor einer Woche in der Slowakei verloren die St. Galler 21:29. «Für uns wird es nicht einfach. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine Chance haben», sagt St. Otmars Spielertrainer Jan Filip. Am vergangenen Donnerstag tankte seine Mannschaft immerhin Moral für die schwierige Aufgabe im EHF-Cup: Sie bezwang GC Amicitia auswärts 27:26 und holte innerhalb von zehn Minuten einen Fünftorerückstand auf. «Dass wir für unsere Aufholjagd in Zürich belohnt wurden, macht Mut für die Partie gegen Hlohovec», sagt Filip.

Auf Zahlenspiele will sich der Tscheche nicht einlassen. «Ich wünsche mir von meinem Team eine starke Leistung. Dann werden wir sehen, ob wir eine Runde weiterkommen.» Denn Filip weiss, dass gegen GC Amicitia bei seinem Team noch nicht alles zusammenpasste. Vor allem im Angriff taten sich die Ostschweizer gegen die offensive gegnerische Verteidigung schwer. «Wir müssen mehr Druck auf das Tor des Gegners ausüben. Es braucht aber noch Zeit, bis unsere Spielzüge sitzen.»

Gegnerische Konter verhindern

Für St. Otmars Moral war der Sieg gegen GC Amicitia zweifellos wertvoll. Auch wenn Filip durch die Partie unter der Woche in der Vorbereitung für das Spiel gegen Hlohovec eingeschränkt wurde. «Meine Spieler sind noch müde. Als erstes steht nun Regeneration auf dem Programm», so der Trainer. Danach wird Filip seine Mannschaft vor allem auf die Verteidigung des Gegners einstellen. Gegen die Slowaken müssen die St. Galler morgen allerdings auch ihre Fehlerquote im Angriff senken. Denn der Hauptgrund für die Niederlage im Hinspiel waren zu viele Ballverluste. «Damit haben wir es Hlohovec ermöglicht, seine Konterstärke auszuspielen», so Filip.

Immerhin hatte auch St. Otmars Gegner in der vergangenen Woche ein Ligaspiel zu bestreiten. Am Mittwoch verlor Hlohovec zu Hause gegen Presov deutlich mit 29:38. Zur Pause war der Spielstand mit 16:16 noch ausgeglichen gewesen. «Es könnte sein, dass wir im Rückspiel Mühe mit dem Tempo bekommen», sagt Hlohovec-Trainer Martin Liptak angesichts der zusätzlichen Belastung während der Woche.

Nach dem Spiel wieder Freunde

Für Liptak und Filip ist die Begegnung speziell: Die beiden arbeiteten bereits im tschechischen Nationalteam zusammen und bestritten die EM im vergangenen Jahr in Serbien – Filip als Spieler, Liptak als Coach. «Als die Auslosung bekannt wurde, haben wir telefoniert», sagt Filip. Vor der morgigen Partie tauschen sich die beiden nicht aus. «Obwohl Martin mir als Spieler geholfen hat weiterzukommen, ist er bis nach dem Spiel unser Gegner», so Filip. Morgen abend wird er wissen, ob sein erster Einsatz als Trainer im Europacup nach einer Runde beendet ist. Oder ob sein Team für die nächste Begegnung ins bosnische Banja Luka reisen darf.