St. Otmar konsolidiert gute Ausgangslage

St. Otmar bleibt nach dem verdienten 30:22-Auswärtssieg gegen Bern Muri in der drittletzten Partie der NLA-Finalrunde im Vergleich mit Kriens-Luzern weiter auf Playoff-Kurs. Bester Torschütze der St. Galler war einmal mehr Tomas Babak mit sechs Toren.

Jürg Jungi/Gümligen
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HANDBALL. Mit dem Erfolg gegen die seit geraumer Zeit von grossen Verletzungssorgen geplagten Berner hat St. Otmar seine gute Ausgangslage zur Qualifikation für den letzten Platz in den Playoff-Halbfinals der NLA konsolidiert. Sollte Kriens-Luzern am Samstag gegen Schaffhausen verlieren, würde der Vorsprung der St. Galler auf die Innerschweizer drei Punkte betragen. Dann könnte das Team von Trainer Predrag Borkovic im Direktkampf gegen die Innerschweizer mit einem Sieg in der vorletzten Partie alles besiegeln.

St. Otmar war in der Auswärtspartie gegen Bern Muri von Beginn weg hellwach. Die Körpersprache machte rasch deutlich, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. Die St. Galler knüpften nahtlos an ihre siegreiche Partie gegen Leader Schaffhausen an. Sie wirkten bis in die Fingerspitzen motiviert.

Nie im Rückstand

Aus dem homogenen Kollektiv ragte neben der starken Defensive auch noch Goalie Martin Gallia heraus, der allein in der ersten Halbzeit mit zwölf Paraden aufwartete. Auch wenn die Berner auf drei verletzte Stammspieler verzichten mussten und ohnehin keine Chance mehr auf das Playoff haben, zeigten sie grossen Einsatz. Der allein aber genügte nicht, um den Gast aus St. Gallen in Bedrängnis zu bringen. St. Otmar lag nie im Rückstand. Schon zur Halbzeit führten die Ostschweizer 15:10. In den zweiten 30 Minuten lag St. Otmar sogar mit elf Toren im Vorsprung.

Jakub Szymanski mit Grippe

Mit grossem Interesse wurde in der Mooshalle, Gümligen, vor allem auch der Auftritt von Jakub Szymanski verfolgt. Der 55fache tschechische Internationale bestreitet mit Otmar seine vierte und letzte Meisterschaft und wechselt auf die kommende Saison hin zu Bern Muri. «Wir wollten unbedingt gewinnen, denn wir wollen uns für das Playoff qualifizieren. Wir hatten sicher mehr Biss und Wille als die Berner», sagte Szymanski nach dem Spiel. «Ich hatte eine Grippe und habe in der zweiten Hälfte nur noch in der Abwehr gespielt.»