St. Otmar kommt in Thun zu einem Punkt

Der TSV St. Otmar überzeugt im NLA-Spiel gegen Wacker Thun lange nur mit offensiver Effizienz. Dank einer Steigerung gelingt dem Aussenseiter aber ein 31:31-Unentschieden.

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HANDBALL. «Heute noch ein Weihnachtsgeschenk» stand auf dem Plakat, das die NLA-Partie Wacker Thun gegen St. Otmar ankündigte. Die Affiche versprach Spannung. 880 Zuschauer interessierten sich dafür, ob das zweitplazierte Thun, das erst vier Niederlagen – eine davon in St. Gallen – hinnehmen musste, seiner Favoritenrolle gerecht würde. Natürlich war im Sinne Thuns ein Geschenk gemeint, das die Gäste mitbringen sollten. Den Gefallen machte St. Otmar tatsächlich.

Offensiver Start

Zwar starteten die Ostschweizer überzeugend. Dank hoher Effizienz in der Offensive gelangen einige Treffer. Das Heimteam lag bald mit drei Toren zurück. Doch in der Abwehr verteilten die Gäste Geschenke. Die Reihe schien zu statisch. Immer wieder tauchte ein Thuner vor Goalie Thomas Isenrich auf. Vor allem die zweite Welle der Thuner brachte oft Gefahr. Zu Beginn vermochte Isenrich noch zu retten, später überwand Thun auch ihn zunehmend. Als Konsequenz gelang dem Heimteam der Ausgleich zum 15:15. Und Isenrich wurde durch Jonas Kindler ersetzt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit, bei 18:18, fanden die Berner den Tritt schneller. Kurz erhöhten sie das Tempo. Angeführt von Luca Linder, der seit Wochen in hervorragender Form ist, erspielte sich Thun einen Vorsprung zum 24:21.

Anschluss nicht verpasst

Die Ostschweizer fanden aber wieder ins Spiel. Sie verteidigen entschlossener. Das 27:27 war die Folge. Mitte der zweiten Hälfte, bei 28:28, erhitzten sich die Gemüter in der Halle. Die St. Galler kosteten ihren Ballbesitz lange aus. Die Versuche, die St. Otmar unternahm, wurden vom guten Thuner Goalie Marc Winkler pariert. Sieben Minuten blieb das Skore stehen. Doch die Affiche sollte noch so spannend werden, wie sie sich vorab darstellte: 46 Sekunden vor Schluss, beim Stand von 31:30 für Thun, erhielt der Berner Fabian Studer eine Zeitstrafe. Er musste ansehen, wie Filip Pendic mit dem Schlusspfiff den Ausgleich erzielte. (sag)