St. Galler Winterspezialisten

Daniel Good, Patricia Loher
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Erfolgreich Sportliche Grossanlässe wie Olympische Winterspiele sind seit jeher auch eine Nabelschau der nationalen ­Eitelkeiten. Auskunft über die Stärke­verhältnisse liefert der sogenannte ­Medaillenspiegel, eine Rangliste der erfolgreichsten Länder. Schweizer Sportlerinnen und Sportler gewannen seit den ersten Winterspielen 1924 insgesamt 74 olympische Goldmedaillen. Interessant ist die Frage, wie sich die ansehnliche Ausbeute der Schweizer auf die Kantone aufteilt. Leader ist wie erwartet ein Gebirgskanton. Graubünden kommt auf 13-mal Gold. Dank Dario Cologna, der bereits drei Olympiasiege auf dem Konto hat, könnte die Bündner Bilanz schon bald noch besser aussehen.

Simon Ammann und die Rheintaler Bobfahrer

Erfolgreicher als Cologna war im Winter nur ein Schweizer Olympionike. Simon Ammann verbuchte viermal Gold und ist der Hauptverantwortliche dafür, dass der Kanton St. Gallen mit neun Olympiasiegen zu Buche und damit an zweiter Stelle der Rangliste steht.

Dreimal erfolgreich für St. Gallen waren Rheintaler Bobfahrer. Der Diepoldsauer Steuermann Gustav Weder wurde 1992 in Albertville und 1994 in Lillehammer Olympiasieger. Der Marbacher Anschieber Josef Benz sass 1980 in Lake Placid in den USA im Gold-Zweier, der vom Zürcher Erich Schärer pilotiert wurde. Zweimal erfolgreich wie Weder war Marie-Theres Nadig 1972. Hinter St. Gallen folgen Zürich mit acht sowie Bern und die Waadt mit jeweils siebenmal Gold. Appenzell Ausserrhoden stellt mit den Bobfahrern Beat Hefti und Alex Baumann zwei Olympiasieger. Der einzige Thurgauer mit Olympiagold im Winter ist Hans Leutenegger, der ebenfalls als Bobfahrer unterwegs war.

Die Kantone an Winterspielen

1. Graubünden 13 Olympiasiege

2. St. Gallen 9

3. Zürich 8

4. Bern und Waadt je 7

6. Wallis 6

7. Glarus 4

8. Luzern, Obwalden, Zug, Basel-Land, 2
Appenzell-Ausserrhoden, Aargau und Genf je

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