St. Galler Tore und eine Papstaudienz

Als Ivan Zamorano von 1988 bis 1990 auf dem Espenmoos wirbelte, entzückte das eine ganze Region. Mit seinen 34 Toren in 56 Meisterschaftsspielen schoss der Chilene die St. Galler 1989 unter anderem zum Wintermeistertitel.

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Ivan Zamorano im St. Galler Dress. (Bild: A. J. Geisser)

Ivan Zamorano im St. Galler Dress. (Bild: A. J. Geisser)

Als Ivan Zamorano von 1988 bis 1990 auf dem Espenmoos wirbelte, entzückte das eine ganze Region. Mit seinen 34 Toren in 56 Meisterschaftsspielen schoss der Chilene die St. Galler 1989 unter anderem zum Wintermeistertitel. Später setzte er seine Karriere bei Sevilla, Real Madrid und Inter Mailand fort, ehe er über Mexiko in seine Heimat Santiago zurückkehrte. In Spanien wurde Zamorano mit Real nicht nur Meister, sondern 1995 auch Torschützenkönig, mit Inter gewann er 1998 den Uefa-Cup.

Dass solche schillernden Fussballkarrieren exzellente Türöffner sind, zeigt sich an der Bildergalerie in seinem Büro: Zamorano mit Pelé, Zamorano mit Chiles Ex-Präsident Ricardo Lagos, Zamorano bei Papst Franziskus. Vor einem Jahr erhielt er mit seiner Familie anlässlich eines Benefizspiels in Rom eine Audienz, zusammen mit seiner Familie. «Wir sprachen natürlich sofort über Fussball. Da meine Frau wie der Papst Argentinierin ist, fanden wir schnell einen guten Draht», sagt Zamorano. Doch auch der Kontakt zur ehemaligen Mannschaft des FC St. Gallen ist nicht abgebrochen. Vor allem mit Thomas Hengartner verbindet ihn eine lange Freundschaft. Ebenso mit Hugo Rubio, der beim FC St. Gallen sein wichtigster Passgeber war und der nun Götti von Zamoranos Sohn ist. Auch zu Spielerberater Vinicio Fioranelli, der damals den Transfer zum FC St. Gallen eingefädelt hatte, steht Zamorano in Kontakt.

Vor über zehn Jahren gründete der 48-Jährige die «Ciudad Deportiva Ivan Zamorano» in Santiagos Stadtteil Las Condes. Der Komplex beherbergt ein Fitnesscenter, Fussball- und Tennisplätze, Schwimmbad und Turnhallen – mit 70 Angestellten, darunter Chiles Olympiasieger Nicolas Massu, der die Tennisabteilung leitet. Auch Zamoranos Frau Maria Albero und seine Schwester Erika arbeiten im Betrieb mit. (ja.)