St. Gallens Gegner Baden erwog Forfait-Niederlage

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Fussball Der FC Baden, St. Gallens gestriger Gegner in der ersten Cup-Hauptrunde, hat lange gezögert, ob er die Partie nicht gleich forfait verloren geben sollte – der Kosten wegen. Nun greift Baden-Präsident Thomas Bräm den Schweizerischen Fussballverband an.

Cup ist, wenn grosse Clubs aus der Super League bei kleineren Vereinen aus unteren Ligen gastieren. Dann herrscht Volksfest-Atmosphäre – und zumeist Alarmstimmung bei den Verantwortlichen der Heimclubs. Denn auf sie kommen nicht nur unvergessliche Momente zu, sondern vor allem eine Menge Sicherheitsprobleme und damit Kosten. Auch der FC Baden kann ein Lied davon singen, wie aus dem Matchprogramm hervorgeht.

«Ein sechsstelliger Betrag»

In seinem Vorwort betont Badens Präsident Bräm zwar einleitend die Vorfreude auf das Spiel. Wer die folgenden Zeilen liest, hat dann aber eher den Eindruck, dass die Vorbereitungen auf die Partie für Bräm einem kleineren Albtraum glichen. Die Durchführung des Spiels sei unsicher gewesen, so der Präsident. Er schreibt von einer Gefährdung des Anlasses sowie des gesamten Schweizer Cups durch die «unverhältnismässig hohen Kosten für die Sicherheit». Für die Sicherheitsmassnahmen rund um die Partie Baden – St. Gallen musste laut Bräm ein sechsstelliger Betrag veranschlagt werden.

«Quo vadis, Schweizer Cup? Kann es sein und ist es richtig, diese horrenden Kosten und das grosse Risiko auf die finanzschwachen Vereine der unteren Ligen abzuwälzen, währenddem die Kasse des Schweizerischen Fussballverbandes gut gefüllt ist?», fragt sich Badens Präsident Bräm in der Folge. «Hat es Zukunft, kleine Vereine an den Rand des Ruins zu bringen, bis diese dann wirklich gezwungen sind, vor einem solchen Cupspiel Forfait zu erklären, wie wir dies auch intensiv diskutieren mussten?», heisst es im Vorwort von Bräm weiter.

Wiederholt ist es schon vorgekommen, dass unterklassige Vereine ihr Heimrecht abgetreten haben – so beispielsweise am vergangenen Samstag der SC Kriens in der Begegnung mit dem FC Luzern. Dies kritisierten wiederum die Öffentlichkeit und die Anhänger, da ein Abtausch dem Cupgedanken widerspreche. (dwa)