St. Gallen spielt gegen Le Mont und die Krise

Fussball Der FC St. Gallen hat eine beschwerliche Reise vor sich. Zum einen aus geographischer Sicht. Das Cup-Sechzehntelfinal-Spiel von heute, 19 Uhr, führt die Ostschweizer nach Baulmes, westlich von Yverdon an der Grenze zu Frankreich gelegen.

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Fussball Der FC St. Gallen hat eine beschwerliche Reise vor sich. Zum einen aus geographischer Sicht. Das Cup-Sechzehntelfinal-Spiel von heute, 19 Uhr, führt die Ostschweizer nach Baulmes, westlich von Yverdon an der Grenze zu Frankreich gelegen. Der FC Le Mont, eigentlich bei Lausanne beheimatet, trägt hier seine Heimspiele aus. Der Gang zum Challenge-League-Club ist für die Ostschweizer aber vor allem aufgrund der sportlichen Situation ein schwieriger. Der lethargische Auftritt am vergangenen Sonntag gegen Lugano verheisst wenig Gutes. Immerhin ist der Cup-Auftritt eine Chance, Selbstvertrauen zu tanken.

«Die Mannschaft hat die Situation angenommen»

Mentale Spuren scheint die sportlich schwierige Phase bei Trainer Joe Zinnbauer nicht hinterlassen zu haben – wohl auch, weil ihm die Clubleitung weiter den Rücken stärkt. An der Medienkonferenz wirkt er gefasst, analysiert pragmatisch. Dass das Zweikampfverhalten gegen Lugano desolat war, sei den Spielern klar. Die Partie sei aber abgehakt. «Das Team hat die Situation angenommen und gut trainiert, die Frische ist da.»

Zentral werde in der Westschweiz sein, die Aggressivität zurückzugewinnen. Zinnbauer bezeichnet Le Mont als ein «kompaktes Team, das nicht ins Verderben laufen wird». Dass man gegen die dichte Abwehr wie zuletzt ideenlos anrennen könnte, erwarte er nicht. «Gegen Lugano setzten wir den Plan, über die Seiten zu spielen, nicht um.» Mit der richtigen Einstellung werde sich ein anderes Spiel entwickeln.

Fehlen wird in Baulmes der Luxemburger Mario Mutsch, der mit Rückenproblemen von seinem Länderspieleinsatz zurückkehrte. Offen ist die Goalieposition. Zuletzt kam meist Marcel Herzog im Cup zum Einsatz. Nach seiner Verletzung bekommt wohl Neuzugang Dejan Stojanovic eine Chance. «Er braucht Spielpraxis», sagt Zinnbauer, lässt aber noch offen, ob Stojanovic oder Daniel Lopar spielen wird. (rst)