St. Gallen macht sich fit

Auf den FC St. Gallen wartet ein spannender Frühling. Sein Rückstand auf Leader Basel beträgt nur vier Punkte. Seit gestern bereitet sich das Team auf die Rückrunde vor. Die meisten Verletzungen sind während der Ferien verheilt.

Patricia Loher
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Angeführt von Physiotherapeut Simon Storm absolvieren St. Gallens Spieler zum Vorbereitungsstart den fast schon traditionellen Lauf um den Gübsensee. (Bild: Michel Canonica)

Angeführt von Physiotherapeut Simon Storm absolvieren St. Gallens Spieler zum Vorbereitungsstart den fast schon traditionellen Lauf um den Gübsensee. (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Trainer Jeff Saibene war nicht dabei, als sich seine Mannschaft gestern morgen zum Start der Vorbereitung besammelte. Das Flugzeug mit dem Luxemburger an Bord hatte Miami nicht plangemäss verlassen, und so traf Saibene nach seinen Ferien erst im Verlauf des Tages in St. Gallen ein. Die Spieler hingegen waren – mit Ausnahme der Langzeitverletzten Dzengis Cavusevic, Daniel Sikorski und Sven Lehmann – alle anwesend. Zum Ende der ersten Saisonhälfte und nach 30 Spielen war St. Gallens Absenzenliste lang gewesen. In der letzten Partie, beim 0:1 auswärts gegen die Young Boys, fehlten den Ostschweizern zehn Akteure angeschlagen oder verletzt. In den zweieinhalb Wochen Ferien sind die meisten Blessuren verheilt, auch Captain Philippe Montandon und Matias Vitkieviez sind nach ihren Gehirnerschütterungen wieder gesund. Nach der Laufeinheit am Gübsensee sagte Mittelfeldspieler Marco Mathys: «Die Ferien haben gut getan. Aber nun ist es das Ziel, dasselbe Level zu erreichen wie im vergangenen Jahr.»

Ivic wieder dabei

Goran Karanovic, der seit dem Europa-League-Heimspiel gegen Swansea unter einem Muskelfaserriss litt, befindet sich in der Rehabilitation, sollte aber bis zum Rückrundenstart wieder fit sein. Ilija Ivic, der sich vor der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hat, machte die Laufeinheit mit und wird auch die Vorbereitung auf die Rückrunde absolvieren. Testspieler waren gestern keine dabei. Es ist davon auszugehen, dass St. Gallen in der Winterpause auf dem Transfermarkt nicht aktiv wird.

Gestern nachmittag standen Rumpftests auf dem Programm, heute müssen die Akteure durch den Jojo-Test. «Dabei werden wir sehen, ob die Spieler auch während der Ferien ihr Programm durchgezogen haben», sagte Assistenztrainer Daniel Tarone. Nach den anstrengenden Wochen des vergangenen halben Jahres hätten die Spieler während einer Woche jedoch verordnet bekommen, «nichts zu tun», so Tarone. Danach aber seien Laufeinheiten auf dem Trainingsplan gestanden. «Die Spieler wissen, dass sie sich selber keinen Gefallen tun, wenn sie sich während der Ferien nicht an das Programm halten», so Tarone, der anfügte: «Die Vorbereitung ist kurz, der Konkurrenzkampf gross. Keiner will, dass er von Beginn an im Rückstand ist.» Gut vier Wochen haben die St. Galler Zeit, um sich für die Rückrunde fit zu machen. Ab dem 11. Januar absolviert das Team ein zehntägiges Trainingslager in Belek in der Südtürkei, insgesamt bestreiten die Ostschweizer fünf Testspiele.

Rückrundenstart in Aarau

Die zweite Saisonhälfte beginnt für St. Gallen am Samstag, 1. Februar, mit dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Aarau. Das erste Heimspiel steht am Sonntag, 9. Februar, auf dem Programm. Dann empfängt St. Gallen den FC Zürich. Auf das Team wartet ein spannender Frühling: Fünf Teams sind in den Kampf um die Tabellenspitze involviert. St. Gallen belegt Rang fünf, der Rückstand auf Leader Basel beträgt lediglich vier Punkte.