SPRINGREITEN: Bianca verspricht viel

Steve Guerdat peilt ab heute am Weltcupfinal in Paris den dritten Triumph an. Der Jurassier zählt mit der zwölfjährigen Stute Bianca zu den Favoriten.

Hans Leuenberger (sda)
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Steve Guerdat mit seinem Paradepferd Bianca am CSIO St. Gallen 2017. (Bild: Urs Bucher)

Steve Guerdat mit seinem Paradepferd Bianca am CSIO St. Gallen 2017. (Bild: Urs Bucher)

Hans Leuenberger (SDA)

«Ich denke, Bianca kann es schaffen», sagt Steve Guerdat. «Mit unserer Erfahrung können wir es nun noch etwas besser machen als in der Vergangenheit.» Der 35-Jährige denkt an das vergangene Jahr, als er Bianca ihre ersten zwei Championate bestreiten liess. Sowohl am Weltcupfinal in Omaha als auch an den Europameisterschaften in Göteborg fehlte nicht viel – ebenso danach an den Grand-Slam-Events in Genf oder unlängst in ?s-Hertogenbosch.

Andererseits bewies die Stute mehrfach ihre Klasse. Die Fachjury des Magazins «Pferde-Woche» wählte Bianca zum Pferd des Jahres 2017 der Schweizer Reiter. Guerdat drehte zehn Nullfehlerrunden in Nationenpreisen, sieben Blankoritte gelangen ihm im Sattel von Bianca.

Sehr ansehnliche Erfolge und ein achter Rang

Der Weltcupfinal erstreckt sich über drei Wettkampftage: Heute steht ein Jagdspringen auf dem Programm, morgen folgen ein Umgang mit Stechen und zwei Umgänge im Final. Der beste Springreiter aus den ersten beiden Prüfungen – gemessen an den Klassierungen – startet am Sonntag mit null Zählern. Die Strafpunkte der Konkurrenten werden aus ihren Platzierungen errechnet. Die besten 30 starten zu Umgang eins, die besten 20 zu Umgang zwei.

Guerdat feierte an den Weltcupfinals schon sehr ansehnliche Erfolge und legte, was die Podestplätze betrifft, einen Steigerungslauf hin: 2007 Dritter mit Tresor, 2012 und 2013 jeweils Zweiter im Sattel von Nino sowie 2015 und 2016 Erster mit Paille beziehungsweise Corbinian. Der angepeilte Hattrick vor Jahresfrist mit Bianca misslang. Es gab nur den achten Rang.

Vier mit einem Hattrick

Guerdat will in der nunmehr 40-jährigen Geschichte des Weltcupfinals – zu vergleichen mit Hallenweltmeisterschaften – als fünfter Reiter oder Reiterin einen dritten Titel holen. Bereits geschafft haben dies der Österreicher Hugo Simon, der Brasilianer Rodrigo Pessoa, der Deutsche Marcus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum, eine deutsch-amerikanische Springreitern.

Im Eröffnungsspringen zeigte Guerdat mit dem Sieg auf Alamo, dass er bereit ist.

Paul Estermann rutschte nach

Paul Estermann steht in Paris als zweiter Schweizer im Einsatz. Er rutschte mit Lord Pepsi wegen des Verzichts mehrerer Konkurrenten ins Teilnehmerfeld nach. So hatte auch Beat Mändli, der Sieger der Weltcupliga Ost in den USA, die Reise nach Frankreich nicht angetreten. Mändli weilt als Trainer und Reiter in Übersee. Er will sich 2018 für die Weltreiterspiele von Mitte September in Tryon im Bundesstaat North Carolina aufdrängen. Aus diesen Grund schont er seine zehnjährige Stute Dsarie.