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Sportlerin des Jahres ist Daniela Ryf – Nino Schurter ist Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.
Dominik Moser (Keystone-SDA)
Ironman-Weltmeisterin und Triathletin Daniela Ryf. (Bild: PD)

Ironman-Weltmeisterin und Triathletin Daniela Ryf. (Bild: PD)

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer des Jahres), Leichtathlet Julien Wanders (Newcomer des Jahres) und Skifahrer Théo Gmür (Behindertensportler des Jahres).

Mit Nino Schurter, der an der WM in Lenzerheide vor Heimpublikum zum siebten Mal Weltmeister geworden war, setzte sich erstmals in der seit 1950 durchgeführten Sportlerwahlen ein Mountainbiker durch. Der 32-jährige Bündner erhielt rund ein Drittel aller Stimmen und verwies damit Tennis-Superstar Roger Federer und Langlauf-Olympiasieger Dario Cologna auf die weiteren Plätze.

Federer war wie bei seinem siebten Sieg im Vorjahr auch heuer nicht persönlich im Fernsehstudio in Zürich anwesend. Der seit diesem Jahr 20-fache Grand-Slam-Sieger wurde aus seinem Trainingscamp in Dubai zugeschaltet.

«Verfrühtes Weihnachtsgeschenk»

Mountainbike-Fahrer Nino Schurter. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)

Mountainbike-Fahrer Nino Schurter. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)

Insgesamt zehnmal war Schurter schon unter den nominierten Sportlern, 2016 (hinter Fabian Cancellara) und 2017 (hinter Federer) hatte ihm als Zweiter jeweils nicht viel gefehlt. Dementsprechend erfreut zeigte er sich, dass es mit dem begehrten Awards nun endlich geklappt hat. «Das war eine harte Nuss. Aber die härtesten Siege sind auch immer die schönsten Siege», zeigte sich der Familienvater sichtlich gerührt bei seiner Dankesrede. «Ich habe alles erreicht in meinem Sport, was ich erreichen kann. Dieser Awards wäre für mich eine grosse Ehre und verfrühtes Weihnachtsgeschenk», hatte Schurter schon vor der Sendung gehofft.

Ebenso deutlich fiel die Entscheidung bei den Frauen aus. Triathletin Daniela Ryf verwies Vorjahressiegerin Wendy Holdener und Leichtathletik-Europameisterin Lea Sprunger auf die nachfolgenden Plätze. Für Ryf endete damit ein perfektes Sportjahr mit einem weiteren Höhepunkt. «Abgesehen vom Quallen-Biss unmittelbar vor dem Start zur Ironman-WM war es wirklich eine perfekte Saison für mich», sagte die 31 Jahre alte Solothurnerin, die im Oktober auf Hawaii mit Streckenrekord ihren vierten WM-Titel in Folge einheimste. Das Jahr 2018 beendete die Triathlon-Königin ungeschlagen.

Für Ryf ist es nach 2015 die zweite Auszeichnung als Sportlerin des Jahres. Damit sind seit 1998 sechs von 21 Awards an eine Triathletin gegangen. Zuvor hatten aus Ryfs Sportart auch schon Natascha Badmann (1998 und 2002), Brigitte McMahon (2000) und Nicola Spirig (2012) den begehrten Preis erhalten.

Sportler des Jahres Nino Schurter (Mountainbike).
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Triathletin Daniela Ryf wird Sportlerin des Jahres 2018 an den Credit Suisse Sports Awards. (Bild: PPR/Manuel Lopez)
Trainer des Jahres Patrick Fischer. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Guy Parmelin an der Verleihung des Credit Suisse Sports Awards (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene)
Theo Gmuer erhaelt den Preis als Behindertensportler des Jahres 2018. Moderator Rainer Maria Salzgeber gratuliert ihm. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene)
Guillaume Hoarau (YB) mit Lo & Leduc.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Team des Jahres Nationalteam Maenner (Eishockey) Captain Simon Moser mit dem Award.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Michelle Gisin und ihr Freund Luca De Aliprandini posieren auf dem goldenen Teppich an der Verleihung des Credit Suisse Sports Awards 2018. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Dominique Gisin richtet Michelle Gisin die Robe.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Michelle Gisin, links, und ihre Schwester Dominique, rechts, umarmen sich. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Eishockey Nationaltrainer Patrick Fischer auf dem goldenen Teppich. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Mujinga Kambundji (Leichtathletik). (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Lea Sprunger.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Lea Sprunger.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Christian Fassnacht (YB) Torhueter Marco Woelfli (YB) Sekou Sanogo (YB) Loris Benito (YB). (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Marcel Hug auf dem goldenen Teppich. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Vladimir Petkovic. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018).
Newcomer Jeremy Desplanches. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Adi Huetter. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Lo und Leduce. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Ernst Schurter und sein Sohn Nino. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Beat Feuz. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Saenger Baschi mit Freundin Alana Netzer. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Daniela Ryf (Triathlon). (Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Theo Gmuer, links, und Begleitung. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Sportchef Christoph Spycher (YB).
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Mujinga Kambundji (Leichtathletik).
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Bundesrat Guy Parmelin.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Feature Galakleid.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Beat Feuz.
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Daniela Ryf (Triathlon).
(Bild: Urs Lindt/freshfocus, 9. Dezember 2018)
Florence Schelling, links, und Laura Benz, rechts. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Joerg Abderhalden und seine Frau Andrea. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
Lea Sprunger mit Freund Jonas. (Bild: KEYSTONE/Melanie Duchene, 9. Dezember 2018)
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Credit Suisse Sports Awards

Eishockey-Nati räumt ab, YB sorgt für Stimmung

Als Team des Jahres wurde zum dritten Mal nach 1986 und 2013 die Eishockey-Nationalmannschaft der Männer ausgezeichnet. Die Equipe von Nationaltrainer Patrick Fischer, die sich im WM-Final im Mai den Schweden erst im Penaltyschiessen geschlagen geben musste, setzte sich vor dem Schweizer Fussball-Meister Young Boys und dem alpinen Ski-Team (Olympia-Gold im Teamwettkampf) durch. Fischer durfte sich ausserdem über den Award als Trainer des Jahres freuen. Dabei liess er YBs Meistertrainer Adi Hütter und Mountainbike-Nationaltrainer Bruno Diethelm deutlich hinter sich.

Obwohl es für Hütter und die Young Boys an diesem Abend für einmal nichts zu holen gab, war die Stimmung beim souveränen Leader der Super League trotzdem ausgezeichnet. Dafür sorgte die musikalische Show-Einlage von Starstürmer Guillaume Hoarau, der zusammen mit den Berner Mundartmusikern Lo & Leduc den Schweizer Jahreshit «079» performte, und vor allem das Wiedersehen von Hütter und mit seinen früheren Schützlingen. Auf das Treffen mit den Spielern und den Funktionären von YB habe er sich besonders gefreut, sagte der jetzige Trainer von Eintracht Frankfurt, der die Berner in der letzten Saison zum ersten Meistertitel seit 32 Jahren geführt hatte. «Ich bin unglaublich stolz darauf, Teil dieser Geschichte gewesen zu sein», so der Österreicher weiter.

Gmür sorgt für weitere Premiere

Die weiteren Awards gingen an Théo Gmür (Behindertensportler des Jahres) und Julien Wanders (Newcomer). Gmür hatte im letzten März an den Paralympics in Pyeongchang gleich dreimal Gold (in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom) abgeräumt und damit aus Schweizer Sicht alles überstrahlt. Gmür setzte sich bei der Wahl gegen die beiden erfolgreichen Rollstuhl-Leichtathleten Marcel Hug und Manuela Schär durch. Für den 22-jährigen Walliser war es die erste Auszeichnung als Behindertensportler des Jahres, nachdem zuvor Hug fünfmal in Folge gewonnen hatte.

Die Auszeichnung als Newcomer des Jahrs sicherte sich in diesem Jahr Langstreckenläufer Julien Wanders. Der 22-jährige Genfer entschied die Wahl gegen Schwimm-Europameister Jérémy Desplanches und Radsport-Talent Marc Hirschi für sich. Wanders lief 2018 unter anderem Schweizer Rekord über die Halbmarathon-Distanz.gstreckenläufer Julien Wanders. Der 22-jährige Genfer entschied die Wahl gegen Schwimm-Europameister Jérémy Desplanches und Radsport-Talent Marc Hirschi für sich. Wanders lief 2018 unter anderem Schweizer Rekord über die Halbmarathon-Distanz.

Daniela Ryf: 2018 nicht zu stoppen

Triathletin Daniela Ryf ist zum zweiten Mal nach 2015 Schweizer Sportlerin des Jahres - nach einer ungebrochenen Siegesserie.

Daniela Ryf beendete 2018 ungeschlagen, gewann unter anderem zwei WM- und einen EM-Titel. Bei ihrem Ironman-EM-Titelgewinn in Frankfurt realisierten gerade noch sechs Profi-Männer eine bessere Gesamtzeit als Ryf.

Am Saisonhöhepunkt auf Hawaii wurde Ryf trotz einer Quallen-Attacke zum vierten Mal Ironman-Weltmeisterin und setzte mehrere neue Messlatten. Die 31-jährige Solothurnerin verbesserte in 8:26:16 Stunden auf Big Island ihren eigenen Streckenrekord von 2016 um über 20 Minuten. Die Basis dafür bildete der imponierende Radrekord (4:26:07).

Ryf war froh, nach einem Quallenstich kurz vor dem Schwimm-Start das Rennen trotz Schmerzen in der ersten Disziplin fortgesetzt zu haben. «Dadurch wurde es noch der beste Wettkampf meiner Karriere.» Den Ritterschlag erhielt sie anschliessend von ihrer bislang einzigen Bezwingerin auf Hawaii (2014), der dreifachen Ironman-Weltmeisterin Mirinda Carfrae aus Australien: «Daniela befindet sich in einer eigenen Liga. Sie kann auf dem Rad eine Pace auf dem Level der besten Männer anschlagen und rennt den Marathon unter drei Stunden.»

Mit dem vierten Ironman-WM-Titel schloss Ryf zur vierfachen englischen Ironman-Weltmeisterin Chrissie Wellington auf, die nicht mehr aktiv ist. Einzig Rekordsiegerin Paula Newby-Fraser (8 Ironman-WM-Titel auf Hawaii) realisierte bislang vier Siege in Serie am bedeutendsten Triathlon der Welt.

Seit dem Wechsel auf die Langdistanz im Jahr 2014 hat die von Brett Sutton trainierte Ryf acht von zehn WM-Titeln über die 70.3.- sowie ganze Ironman-Distanz gewonnen. «Das hat es in diesem Sport noch nie gegeben», betont Ironman-Geschäftsführer Andrew Messick.

Der Perfektionist: Nino Schurter

Das Lob konnte nicht grösser sein und kommt von allen möglichen Seiten, von Trainern, Teamkollegen, Konkurrenten und Journalisten: Nino Schurter ist der Roger Federer des Mountainbike-Sports, ist seit geraumer Zeit zu hören und zu lesen.

Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen dem Tennis-Maestro und dem Mountainbike-Dominator. Auf Nino Schurter ist Verlass; er prägt die Cross-Country-Szene seit bald zehn Jahren massgeblich. Zum sechsten Mal gewann der 32-jährige Bündner 2018 den Weltcup, zum vierten Mal in Folge wurde er in diesem Jahr Weltmeister. Der insgesamt siebte WM-Titel war sein schönster. Er gewann ihn in Lenzerheide, keine 30 Minuten vor seiner Haustür in Chur, vor Schweizer Publikum und Rekordkulisse.

Der Heimsieg war das nächste Meisterstück des Perfektionisten. Noch nie war der Rummel um seine Person vor einem Wettkampf derart gross wie vor der diesjährigen WM. Freunde, Bekannte, Fans, Sponsoren und Journalisten - so viele Leute wollten etwas vom Lokalmatador, der sich auf bestem Weg befindet, den zurückgetretenen Franzosen Julien Absalon als erfolgreichsten Mountainbiker abzulösen.

Der Olympiasieger von 2016 meisterte auch diese Herausforderung so, wie er es meist in seiner Karriere getan hat. Mit perfekter Planung, minutiöser Vorbereitung und feinem Gespür für das richtige Mass in allen Belangen vor dem Wettkampf. Und mit einem perfekten Rennen unter maximalem Druck. Der Italiener Gerhard Kerschbaumer, der zweitbeste am WM-Tag, konnte sein Tempo am längsten mitgehen. Schliesslich triumphierte Schurter gleichwohl solo. Besonders süss war der Erfolg auch deshalb, weil Schurter im Ziel seine Tochter Lisa in die Arme nehmen konnte.

(sda)

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