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SPORTCHEF: Hüppi holt seinen Experten

Alain Sutter folgt Matthias Hüppi vom SRF zum FC St. Gallen. Auch der neue Sportchef will Fans und Verein versöhnen. Das soll mit mehr Nachwuchsspielern gelingen.
Johannes Wey
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Johannes Wey

Am Mittwoch ging beim FC St. Gallen die Winterpause zu Ende. Doch der Trainingsauftakt für die Rückrunde interessierte am Abend kaum mehr jemanden: Bei einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz sollten neue Gesichter auf Schlüsselpositionen vorgestellt werden. Mit Alain Sutter wurde dann ein neuer Sportchef präsentiert. Zwar wurden auch ein neuer CEO und ein neuer CFO für die Event AG verpflichtet, deren Namen sind allerdings noch vertraulich und werden erst am 15. Januar bekanntgegeben.

Die Gerüchte um die Verpflichtung Sutters hatten sich am Mittwoch verdichtet. Der Ex-Natispieler und TV-Experte hat einen Vertrag über drei Jahre mit Option auf Verlängerung unterschrieben. Ein langfristiges Engagement sei seine Bedingung gewesen, wenn er seine ­Anstellung bei SRF schon aufgebe, sagte Sutter. Der Entscheid des Verwaltungsrats fiel am Mittwoch, nachdem Sutter sich dem Gremium zwei Stunden lang präsentiert hatte. Stefan Wolf, im Verwaltungsrat zuständig für sportliche Belange, bezeichnete Sutter als «Wunsch-Sportchef». Ein Schwerpunkt Alain Sutters werde es sein, die Nachwuchsspieler als Persönlichkeiten weiterzuentwickeln. Man habe bewusst nach einer Person mit hoher Sozialkompetenz gesucht und in dieser Hinsicht «absolut das Maximum herausgeholt». Der Entscheid im Verwaltungsrat sei einstimmig gefallen. Das bekräftigte auch Präsident Matthias Hüppi: «Ich wollte, dass dieser Entscheid mit 5:0 oder gar nicht getroffen wird», sagte Hüppi, der wie Sutter eine Vergangenheit beim Schweizer Fernsehen (SRF) hat.

Mit den beiden sitzen die prominentesten Köpfe beim FC St. Gallen nun in der Führungsetage. Das Rampenlicht suchten sie aber nicht mehr, sagten Hüppi und Sutter gestern einhellig – sofern es der Mannschaft rundlaufe.

Auch Sutter beschwört die Identifikation der Fans

An seiner Eignung für den Posten scheint Sutter, der derzeit noch Sportchef bei den GC Frauen ist, nicht zu zweifeln. «Ich bringe einen prallgefüllten Rucksack mit.» Er habe das Fussballgeschäft auf allen Ebenen kennen gelernt, und jeder in diesem Geschäft sei ihm schon über den Weg gelaufen. Sutter war zudem Berater beim FC Winterthur sowie Vizepräsident und Berater bei den Herren der Grashoppers. Weiter betonte der neue St. Gallen-Sportchef seine Erfahrung als Coach für «Menschen, die unter grossem Druck stehen. Das trifft auf Fussballer ja ebenfalls zu.»

Mit dieser psychologischen Stärke wolle er insbesondere auch Nachwuchsspielern in ihrer persönlichen Entwicklung auf und neben dem Platz helfen. «Jeder soll eine Chance erhalten, seine Fussballkarriere in seinem Heimatkanton zu lancieren.» Damit solle auch das bereits von Matthias Hüppi ausgegebene Ziel, dem FC St. Gallen als «Fussballbewegung» wieder Identifikation zu ­bescheren, verfolgt werden. «Die Ränge sollen Heimspiel für Heimspiel gefüllt sein. Die Zuschauer sollen einen Verein zum Anfassen haben und zufrieden nach Hause gehen – unabhängig vom Resultat», sagte Sutter.

Keine Verstärkungen in Sicht

So war gestern keine Rede mehr von Verstärkungen in der Winterpause, die Trainer Giorgio Contini zumindest punktuell gewünscht hatte. Hüppi gab sich überzeugt, genügend Qualität im Kader zu haben. «Sonst würden wir nun nicht auf Rang 4 stehen.» Ausserdem seien die finanziellen Mittel knapp. Transfers werde man eher über einen grösseren Zeithorizont ins Auge fassen, sagte Hüppi – auch wenn er eine Verpflichtung auf die Rückrunde hin nicht gänzlich ausschliessen mochte.

Obwohl er wohl auf Transfers verzichten muss, äusserte sich auch Contini zufrieden über die Verpflichtung Sutters. Er sei dankbar um die Unterstützung durch einen Sportchef. Und auch er lege auf dieser Position grossen Wert auf Feingefühl und soziale Kompetenz. «Ich freue mich auf die kommenden Monate und Jahre – wenn es das im Fussball-Business tatsächlich noch gibt», sagte der Trainer.

Keine guten Erinnerungen an St. Gallen

Als Erstes wird sich Sutter als neuer Sportchef nun aber ein Bild von der ersten Mannschaft und den jungen Spielern in deren erweitertem Kreis machen. Dafür werde er kommenden Mittwoch mit ins Trainingslager nach Spanien reisen. Denn bisher verbinde ihn noch nicht viel mit dem FC St. Gallen. Die meisten – unliebsamen – Erfahrungen in der Ostschweiz hat Sutter als Spieler gemacht: «Man kam nie gerne aufs Espenmoos zu diesen frenetischen Fans», sagt der ehemalige GC-Spieler. Und wünscht sich, dass der FC St. Gallen daran anknüpfen kann: «Jeder Gegner soll etwas Schiss haben, wenn er hierhin kommen muss.»

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