2:2 in Kriens: Der FC Wil verschläft in der Innerschweiz den Start und holt in Überzahl auf

Gegen den Tabellennachbarn Kriens reicht es für die Wiler nur zu einem Punkt. Nach dem Heimsieg gegen Aarau hatten sich die Äbtestädter mehr vorgenommen. Immerhin hält man sich damit die Innerschweizer vom Leib.

Gianluca Lombardi
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Bledian Krasniqi auf dem Weg zum 2:2 Ausgleichstreffer.

Bledian Krasniqi auf dem Weg zum 2:2 Ausgleichstreffer.

Bild: Gianluca Lombardi

Abstiegskampf pur im Krienser Kleinfeld. Viel war los an diesem Samstagabend in der Innerschweiz. Beide Teams hatten sich nach den Siegen unter der Woche viel vorgenommen und starteten offensiv in die Partie. Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start. Bereits nach drei Minuten jubelten die Luzerner das erste Mal.

Dario Ulrich genoss im Strafraum zu viele Freiheiten und schob zur Führung ein. Um eine Antwort waren die Wiler nicht verlegen und strebten sofort auf den Ausgleich an. Doch auch der zweite Treffer an diesem Abend gehörte den Gastgebern. Silvano Schäppi liess Ulrich entwischen. Dieser flankte ins Zentrum und fand dort Mark Marleku, der auf 2:0 erhöhte.

Hektische Phase

Die Gäste verfielen keineswegs in Schockstarre. Weiterhin liessen die Äbtestädter den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder kamen sie gefährlich in den Krienser Strafraum. Weil aber die Gastgeber zwischenzeitlich gar das 3:0 auf dem Fuss hatten, mussten die Ostschweizer froh sein, noch nicht den Anschluss verloren zu haben.

Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Elia Alessandrini konnte einen Abschluss zwar knapp vor der Torlinie klären, musste dazu aber seine Hand nehmen. Rot für den Krienser und Penalty für Wil. Valon Fazliu nahm dankend an und brachte sein Team wieder heran. Die Stimmung im Kleinfeld kochte nun. Nur wenige der Anwesenden waren mit den Entscheidungen des Unparteiischen einverstanden.

Später Ausgleich

Der SC Kriens tat in Unterzahl das, was er diese Saison schon häufig getan hat: Die Zentralschweizer standen tief, verzichteten fast gänzlich auf offensive Aktionen und versuchten den Punkt über die Zeit zu retten. Eine Spielart, welche die Geduld der jungen Wiler auf eine harte Probe stellte.

Trotz fast 70 Prozent Ballbesitz fand der FC Wil selten einen Weg durch die dicht stehende Krienser Abwehr. In der 70. Spielminute tauchte Silvio alleine vor dem Heimtor auf, doch sein Abschluss landete am linken Pfosten. Pech für Wil, Glück für Kriens. Doch die Gäste gaben nicht auf und versuchten es weiter.

Zehn Minuten später machten es die Wiler besser. Bledian Krasniqi wurde mustergültig lanciert und tauchte in ähnlichem Winkel vor dem Tor auf wie zuvor Silvio. Doch dieses Mal mit dem besseren Ende für die Wiler: 2:2 kurz vor dem Ende und gleichbedeutend mit dem Schlussstand. Ein Resultat, mit dem unter dem Strich die Äbtestädter besser leben können als der SC Kriens, halten sie sich doch die Innerschweizer auf vier Punkte Distanz.

Telegramm:

SC Kriens – FC Wil 1900 2:2 (2:1)
Stadion Kleinfeld, Kriens: 100 Zuschauer (ausverkauft) – Schiedsrichter: Huwiler.
Tore: 4. Ulrich 1:0, 11. Marleku 2:0, 43. Fazliu (Handelfmeter) 2:1, 80. Krasniqi 2:2.
Kriens: Brügger; Urtic, Alessandrini, Kryeziu, Costa; Selasi (46. Bürgisser); Ulrich (81. Follonier), Sessolo (46. Berisha), Mistrafovic, Mulaj (65. Kukeli); Marleku (76. Djorkaeff).
Wil: Köhn; Dickenmann, Mätzler (46. Muntwiler), Kronig, Schäppi (88. Ndau); Kamber (56. Zumberi), Krasniqi; Tushi (19. Brahimi), Fazliu, Haile-Selassie; Silvio.
Bemerkungen: Kriens ohne Baba, Busset (beide verletzt), Tadic, Yesilcayir, Zizzi, Maloku, Luan und Sadrijaj (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Izmirlioglu, Ismaili (beide verletzt), Sarcevic, Talabidi, Jones, Paunescu, Abubakar, Abazi, Sauter, Klein und Krunic (alle nicht im Aufgebot). – 70. Pfostenschuss Silvio.
Verwarnungen: 7. Selasie, 18. Mätzler, 45. Kryeziu, 82. Schäppi. – Platzverweis: 42. Alessandrini (Hands).