Spiel, Satz und Sieg für Egnach

Der Tennis-Club Egnach sichert sich am Wochenende an den Thurgauer Junioren-Meisterschaften in Romanshorn dank Tobias Abächerli und Muriel Mattle gleich beide Titel in der Königsklasse der Unter-18-Jährigen.

Marie-Theres Brühwiler
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U18-Siegerin Muriel Mattle vertrat in Romanshorn die erfolgreiche TC-Egnach-Delegation. (Bild: Mario Gaccioli)

U18-Siegerin Muriel Mattle vertrat in Romanshorn die erfolgreiche TC-Egnach-Delegation. (Bild: Mario Gaccioli)

tennis. «Lieber Abächerli auf dem Romanshorner Center Court als Federer vor dem Fernseher», so die Feststellung einer begeisterten Zuschauerin an den kantonalen Juniorenmeisterschaften in Romanshorn. Was Topfavorit Tobias Abächerli (R1) aus Uttwil und der überraschend in den Final gestürmte Bischofszeller Yves Traber (R4) am Sonntag zeigten, war tatsächlich attraktive Tenniskost.

An der Dominanz des Hallenmeisters vermochten indes auch seine Egnacher Clubkollegen Kai Länzlinger und Yves Traber nicht zu rütteln. Während der beachtliche 14jährige Länzlinger (R3), der zwei Kategorien höher an den Start ging, im Halbfinal das Nachsehen hatte, blieb auch Finalgegner Traber chancenlos. «Nun möchte ich bei den Aktiven triumphieren», betonte Abächerli nach seinen starken Auftritten in Romanshorn.

Starke Nummern zwei

Leonie Höhener (R3) hat in ihrem Palmarès schon zahlreiche Meisterbecher gewonnen. Was der Weinfelderin hingegen noch fehlte, war der Titel in der Königskategorie, und dieser schien für die TC-Seeburg-Spielerin am letzten Sonntag greifbar. Denn die bisherigen Partien gegen ihre Finalgegnerin Muriel Mattle (R3) aus Altstätten hatte sie bisher allesamt für sich entschieden.

Dass sich ihre Gegnerin, die die Egnacher Clubfarben vertrat, ausgerechnet an den kantonalen Titelkämpfen erstmals gegen sie durchsetzen konnte, war für die 16jährige Weinfelderin denn auch ärgerlich. «Muriel hat heute super gespielt, und ich habe sicher nicht meinen besten Tag erwischt», resümierte Höhener nach ihrer 3:6, 3:6-Finalniederlage.

Leonie Höhener war indes in guter Gesellschaft. Denn sowohl bei den unter-16jährigen Knaben wie bei den unter-12jährigen Knaben und Mädchen standen mit Yannik Haller (R5) aus Dettighofen, Joel Alt (R6) aus Berg und Nadine Keller (R5) aus Dussnang jeweils die Nummern 2 im Mittelpunkt. Haller setzte sich gegen den topgesetzten Anael Gürler (R5) aus Weinfelden durch, Alt triumphierte gegen den topgesetzten Sergio Sahli (R6, Egnach).

Die erst 10jährige Nadine Keller (R5) aus Dussnang überzeugte im Final gegen die um zwei Jahre ältere topgesetzte Celina Zellweger (R5) aus Amriswil, welche sie erstmals in ihrer Karriere bezwingen konnte. In den übrigen Kategorien hielten die Favoriten ihre Weste rein. Patrick Kindl (R5) aus Ermatingen, der im letzten Sommer bei den Unter-12-Jährigen triumphierte, war für den überraschend in den Final vorgestossenen ungesetzten Josua Kaufmann (R6) aus Bichelsee bei den Unter-14-Jährigen ebenso

eine zu hohe Hürde wie der topgesetzte Egnacher Remo Fischbacher (R6) bei den Unter-10-Jährigen seinen Finalgegner Janik Zellweger (R6) aus Amriswil in zwei Sätzen bezwang. Während die Kategorien U10 und U16 bei den Mädchen abgesagt werden musste, holte sich in der Minikategorie der Unter-14-Jährigen wie erwartet Samira Demasi (R4) die Siegestrophäe.

Dies, nachdem die Weinfelderin das spannende Finalduell gegen ihre Seeburger Clubkollegin Chiara Amann (R5) in drei Sätzen für sich entscheiden konnte.

Gutbesetzte Kategorien

Die Tatsache, dass Vorjahressiegerin Chiara Grimm (R1) aus Tägerwilen, die sich im letzten Jahr als 12-Jährige den Titel bei den Unter-18-Jährigen gesichert hatte, derzeit die Schweizer Farben an der Team-EM in Tschechien vertritt, dürfte für den Regionalverband Thurgau Tennis ebenso

erfreulich sein, wie der Fakt, dass Turnierleiter Abraham Koller erstmals in der Geschichte des Regionalverbandes Thurgau Tennis sowohl bei den U12- wie auch bei den U10-Knaben volle Tableaus präsentieren konnte. Gute Noten gab es auch für den organisierenden TC Romanshorn, der seine Aufgaben sowohl an dem durch die schlechte Witterung stark beeinträchtigten Auftakt- wie auch am strahlenden Finalwochenende souverän gemeistert haben.

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