Sperren, aber kein Punkteabzug für Bellinzona

FUSSBALL. Die AC Bellinzona hat Glück im Unglück: Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) bestraft den Verein mit 80'000 Franken Busse sowie Spielsperren gegen Lustrinelli, Lima und Conti, nicht aber mit einem Punkteabzug.

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Bellinzona-Päesident Gabriele Giulini (m.) versucht seinen Spieler Ildefonso Lima Sola zu beruhigen. (Bild: Keystone)

Bellinzona-Päesident Gabriele Giulini (m.) versucht seinen Spieler Ildefonso Lima Sola zu beruhigen. (Bild: Keystone)

Der Spieler Ildefonso Lima wird für vier, der ACB-Kapitän Mauro Lustrinelli für zwei Spiele und der Spieler Andrea Conti für ein Spiel gesperrt. Alle drei Akteure sind für die Partie vom Sonntag gegen die Young Boys nicht spielberechtigt, wie die SFL mitteilt. Die erste Spielsperre ist automatisch. Für die weiteren Sperren hat die Disziplinarkommission einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen.

Zudem wurden ein weiterer Spieler sowie mehrere Klubfunktionäre mit einem Verweis und Busse belegt. Trainer Carlo Tebi wurde verwarnt. Gegen die Entscheide kann innert fünf Tagen rekurriert werden, schreibt die SFL weiter.

Grund für die Bestrafung durch die Liga: Nach dem Spiel gegen den FC St.Gallen am 11. Mai (1:3) wurde in der Kabine von Schiedsrichter Jérôme Laperrière gewütet. Die Kleider der Unparteiischen wurden zerrissen, Schmuck wurde gestohlen. Zudem wurde das Auto des Schiris zerkratzt. Hinter der Attacke werden Bellinzona-Spieler vermutet, welche die Entscheide von Laperrière nicht akzeptieren konnte.

Für Bellinzona ist damit die Sache einigermassen glimpflich ausgegangen. Allerdings zum Nachteil von St.Gallen: Hätte die Disziplinarkommission der ersten Mannschaft Punkte abgezogen, hätten die Ostschweizer ihren Abstand zu den Tessinern am grünen Tisch vergrössern können. (red./sg)





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