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Spektakuläres Comeback

Zur Sache
Arthur Bucher

Der Bündner Dario Cologna hat zum 4. Mal nach 2009, 2011 und 2012 die Tour de Ski gewonnen. Damit ist er der Rekordsieger des wichtigsten Wettbewerbs seiner Sportart.

Das spektakuläre Comeback nach zwei schwierigen Wintern des Davosers macht – jetzt, wo Olympia vor der Tür steht – Lust auf viel mehr. Der Schweizer Sport hat Roger Federer, die Fussball-Nati an der WM – und nun mit Cologna plötzlich wieder einen Wintersport-Superstar. Vor allem eine Aussage von Cologna an diesem Tour-de-Ski-Wochenende beeindruckt und lässt auf Olympiamedaillen hoffen: «Ich hatte alles im Griff.» Wie Cologna mit seiner Siegermentalität den Erfolg physisch und psychisch aus sich herauspresste, lässt nur einen Schluss zu: Dieser Ausnahmesportler hat – entgegen allen Rückschlägen und Zweifeln in den letzten zwei Jah- ren – seinen Zenit längst nicht überschritten.

Einen Teil vom süssen Tour-de-Ski-Kuchen darf sich auch Hyppolit Kempf, der Langlauf-Verantwortliche bei Swiss Ski, abschneiden. Der Horwer scheute sich in den letzten beiden Wintern mit schwachen Resultaten nicht, Colo-gna herauszufordern, sich neuen Ideen gegenüber zu öffnen. Kempfs prominenter Schützling musste sich beispielsweise anhören, dass er sich in der klassischen Technik verbessern müsse, wenn er mit den Norwegern mithalten wolle.

Cologna ist zum richtigen Zeitpunkt wieder da, er gehört an den Olympischen Spielen in Südkorea zu den Topfavoriten. Holt er in Pyeongchang sogar Gold, avanciert «Super-Dario» für die Schweiz zum «Federer des Langlaufs». Seite 35

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