Souveräner Auftritt gegen Mels

Frauenfeld gewinnt gegen einen über weite Strecken sehr enttäuschenden FC Mels mit 3:0. Die Thurgauer waren über 90 Minuten klar überlegen.

Urs Schmied
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FUSSBALL. In der ersten halben Stunde zeigten die Frauenfelder einen richtigen Einbahnfussball. Das Team von Pascal Cerrone ging konzentriert ins Spiel gegen Mels und traf nach fünf Minuten nach einem Kopfball nur die Torumrandung. Die Frauenfelder drückten aufs Tempo, scheiterten aber immer öfter am überragenden Melser Torwart Hammer. Hammer liess die Frauenfelder Angreifer verzweifeln und brachte dank den erfolgreichen Interventionen sein Team nach gut einer halben Stunde besser ins Spiel, ohne dass es vor dem Frauenfelder Tor gefährlich wurde. Es war dann auch die Frauenfelder Abschlussschwäche, welche zum torlosen Unentschieden zur Pause führte.

Cerrone verwertet Elfmeter

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Frauenfeld suchte den Führungstreffer und Mels konnte diesem Vorhaben nichts entgegenhalten. Nach 52 Minuten war es dann soweit, Obj tankte sich auf der Seite durch, seine perfekte Hereingabe verwertete Kacoli zum längst fälligen Führungstreffer. Nun schien der Bann gebrochen, Obj traf nach einer Stunde zum 2:0. Nur wenige Zeigerumdrehungen später wurde Kacoli im Strafraum angegangen, zur Überraschung vieler zeigte die Unparteiische auf den Elfmeterpunkt und verwies den Melser Spieler nach seiner zweiten gelben Karte des Feldes. Cerrone übernahm die Verantwortung und erzielte seinen ersten Treffer in den Farben des FC Frauenfeld. Mit dem beruhigenden Dreitorevorsprung nahmen es die Frauenfelder dann ein wenig ruhiger und liessen die Melser trotz personeller Unterzahl besser ins Spiel kommen, grosse Torgefahr vor dem erstmalig in dieser Saison von Wehrli gehüteten Tor kam allerdings nicht auf.

Die Frauenfelder brachten den Vorsprung sicher über die Zeit und konnten den wichtigen Sieg, gegen ein in der Tabelle hinter ihnen liegendes Mels, feiern. Die Gegenwehr der Melser war allerdings sehr enttäuschend, ohne ihren Topskorer Müller scheint das Team wenig Durchschlagskraft zu besitzen. Die Abwehr der Frauenfelder, welche im Vergleich zum letzten Spiel auf vier Positionen verändert wurde, wurde von den offensiv fast inexistenten Melsern kaum gefordert.

Ein Geduldsspiel

Frauenfelds Trainer Pascal Cerrone freute sich über den Erfolg: «Es war wie erwartet gegen ein sehr defensives Mels ein Geduldsspiel, wir haben aber über weite Strecken sehr konzentriert agiert und absolut verdient gewonnen.»