Den Handballerinnen des LC Brühl erschwert Corona die Planung der neuen Saison

Die NLA-Handballerinnen Brühls trainieren individuell. Transfers für die neue Saison sind derzeit kaum realisierbar. 

Ives Bruggmann
Drucken
Teilen
Kathryn Fudge und der LC Brühl dürfen frühestens ab dem 11. Mai wieder in die Halle.

Kathryn Fudge und der LC Brühl dürfen frühestens ab dem 11. Mai wieder in die Halle. 

Urs Bucher

Anstatt Ende Mai war die Saison für die Handballerinnen des LC Brühl wegen der Coronavirus-Pandemie bereits Mitte März beendet. Der vorzeitige Abbruch wirft nun auch die Kaderplanung für die neue Saison über den Haufen, aber nicht nur. Die Coronakrise erschwert Teammanagerin Laura Freivogel vor allem die Verhandlungen. «Sie hatte viele gute Kontakte. Auch mit Spielerinnen aus der Bundesliga», sagt Vorstandsmitglied Christa Zingg.

«Drei Topspielerinnen standen kurz vor der Unterschrift, haben aber aufgrund der aktuellen Situation abgesagt.»

Der LC Brühl sucht nach den Abgängen von Laura Schmitt, Kerstin Kündig und Zerin Özcelik noch nach Verstärkungen für die neue Saison. «Wir brauchen dringend eine Aufbauerin», sagt Zingg. Wahrscheinlich benötige es aber in dieser Transferperiode ein wenig Geduld. Und: «Wir haben bereits ein gutes Team.»

Mehr Kopfzerbrechen löst derzeit bei Zingg ohnehin die Coronakrise und deren Auswirkungen aus. «Sorgen bereitet uns vor allem das Ungewisse», sagt die Sponsoringverantwortliche. Kleinere und mittlere Unternehmen seien die wichtigsten Partner des Vereins. Zwar liefen einige Verträge noch weiter, aber wie die Partner die Krise meistern, wüssten sie nicht. «Ich habe deshalb schon ein wenig Bauchschmerzen», sagt Zingg.

Neuer Trainer übernimmt im Juli

Zumindest auf der Ausgabenseite kann der LC Brühl auf Unterstützung zählen. Nachwuchschefin Vroni Keller sowie das Sekretariat wurden auf Kurzarbeit gesetzt. Keller hat aktuell auch die Verantwortung für die Trainings der ersten Equipe inne. Erst ab 1. Juli übernimmt der neue Coach Nicolaj Andersson. Derzeit trainieren die Spielerinnen ohnehin individuell. Athletiktrainer Yves Rohner hat für die Handballerinnen Trainingspläne erstellt. Jeden Sonntag bietet er zudem für den ganzen Verein ein Video-Training an.

Zudem zeichnet sich ab dem 11. Mai eine erste Entschärfung der Trainingssituation ab. Einheiten unter der Einhaltung von Schutzmassnahmen sind dann wieder möglich. Ein Konzept besteht bereits, der Verein ist im Austausch mit den Behörden.

Ungeklärt ist derweil die Feriensituation. Traditionell nehmen die NLA-Handballerinnen im Juni ihren Urlaub bei ihren Arbeitgebern. Der neue Trainer Andersson befindet sich im Gespräch mit den Spielerinnen. Eine Frage dürfte sein, wann die Vorbereitungsphase auf die neue NLA-Saison so richtig an Fahrt aufnimmt.