Eishockey
Justin Feser trifft wieder doppelt für den EHC Olten

Mit einem glatten 4:0 gelang den Oltnern zum Auftakt des dritten Qualifikationsdurchgangs der erste Sieg gegen die GCK Lions in der regulären Spielzeit.

Jürg Salvisberg
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Oltens 21-jähriger Center Justin Feser (links) traf auch gegen die GCK Lions doppelt. Archiv

Oltens 21-jähriger Center Justin Feser (links) traf auch gegen die GCK Lions doppelt. Archiv

Bruno Kissling

Justin Feser, der schon beim Heimsieg gegen La Chaux-de-Fonds zweimal getroffen hatte, entpuppte sich für die Oltner auch in Küsnacht als halbe Miete. Den wahrscheinlich nur kurzfristigen Ausfall seines Landsmanns Shayne Wiebe nach Spielhälfte – er erlitt eine Prellung am Oberschenkel – konnten die Gäste angesichts ihres komfortablen 4-Tore-Vorsprungs gut wegstecken.

Es schien, als hätte der EHC Olten die nötigen Lehren aus allen misslungenen Expeditionen zu den GCK Lions gezogen. Die Gäste wiesen das Tempospiel der Zürcher rechtzeitig in die Schranken, forcierten selbst die Offensive und verliehen ihrem Willen auch mit Körpereinsatz Ausdruck.

Altstar Di Pietro trifft zum 1:0

Der erste Gegentreffer erwischte die Einheimischen auf dem falschen Fuss. Christopher Bagnoud umkurvte das Tor von Tim Wolf und passte erst ins Zentrum zu Paul Di Pietro, als nur noch dieser mit der Scheibe rechnete. Mit einem Schuss in die ferne Ecke verbuchte der Altstar in der 6. Minute das wichtige 1:0. In der 12. Minute legte Marco Truttmann die Scheibe Feser von rechts auf den Stock und der Kanadier verwertete zum 2:0.

Erst nach diesen zwei Treffern erwachten die GCK Lions. Oltens Keeper Michael Tobler, der zuvor dem Geschehen praktisch tatenlos zusehen musste, erlebte in den letzten fünf Minuten vor der ersten Sirene eine heikle Phase, als ihn Camperchioli, Widmer, Tremblay und Malgin je einmal auf die Probe stellten. Obwohl die Spielanteile im Mitteldrittel ausgeglichener verteilt waren, änderte sich an der Entwicklung des Skores nichts. Allerdings beanspruchte Olten vor seinem dritten Tor in der 27. Minute das Glück des Tüchtigen. Nachdem Headschiedsrichter Peer etwas gar vorzeitig das Spiel abgepfiffen hatte, obwohl Tobler den Puck nicht ganz blockierte und dieser dann noch über die Linie rollte, lancierten die Oltner einen erfolgreichen Angriff, den Wüthrich mit dem 3:0 abschloss.

Feser profitiert von Lapsus

Während die Auswärtigen diese Offerte annahmen, verteilten die Hausherren eher Geschenke. Als der Oltner Goldhelm die Strafbank hütete, leistete sich die Zürcher Verteidigung an der blauen Linie einen Lapsus, von dem Feser prompt Profit schlug. Nach den zwei Toren vor Wochenfrist gegen La Chaux-de-Fonds buchte der Kanadier diesmal bereits in der 29. Minute seinen zweiten Treffer mit einem Schuss in die entfernte hohe Ecke von Wolfs Kasten. Schon gegen die Neuenburger fiel Fesers zweites Tor als Shorthander. Während sich der 21-Jährige mit dem damaligen 4:3 in der 55. Minute das Prädikat des Matchwinners verdiente, wäre dieser Titel am gestrigen Abend etwas vermessen gewesen.

Denn diese Auszeichnung verdiente sich die Oltner Truppe als ganzes. Verdient war am Ende auch die Ehrung von Tobler als Best Player. Hätte der Oltner Keeper nicht immer wieder den Puck souverän aus der Luft gepflückt, wäre der Match hoch über dem Zürichsee wohl enger ausgegangen.

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