Subventionen

Gemeinden unterstützen die Solothurner Sportvereine auf vielfältige Art

Geld regiert die Welt. Die Binsenweisheit gilt auch im Sport. Doch wie unterstützen Gemeinden ihre Sportklubs, in welcher Form und nach welchen Kriterien?

Andreas Fretz, Fabian Tschamper und Jonas Burch
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Vorzeigeprojekt: Das Sportzentrum Zuchwil.

Vorzeigeprojekt: Das Sportzentrum Zuchwil.

zvg

In der Kantonshauptstadt Solothurn pulsiert das Vereinsleben. Egal ob Fussball, Handball oder Basketball – das Angebot ist reichhaltig. Dabei gilt die Sportkommission um Alexander Rudolf von Rohr als Bindeglied zwischen den Klubs und den politischen Behörden. Die Kommission hat den Vereinen gegenüber zwar keine Pflichten, unterstützt sie dennoch mit dem sogenannten 3-Säulen-Modell. So wird jährlich ein Beitrag von 100 Franken für jedes jugendliche Mitglied eines Sportvereins bis zum 20. Altersjahr mit Wohnsitz in Solothurn gesprochen. Zweitens stellt die Stadt jährlich 75 Prozent des Beitrages bereit, den der Verein aufgrund eines abgerechneten J+S-Kurses vom Bundesamt für Sport erhält. Drittens können Vereine Anträge für ausserordentliche Aufwendungen (Sportanlässe, Kurse, etc.) an die Sportkommission stellen.

Die Kommission selbst verfügt nicht über ein eigenes Budget, «wir wissen aber, wie viel wir ausgeben, daran orientieren wir uns dann auch fürs nächste Jahr», sagt Alexander Rudolf von Rohr. Vom gesamten Gemeinde-Etat kommen rund vier Prozent dem Sport zugute. Dabei werden alle Vereine gleich behandelt, das sei auch das Kunststück, so Rudolf von Rohr. Einzige Ausnahme bildet der 1.-Ligist FC Solothurn, dem die Stadt in einem langfristigen Vertrag 250000 bis 300000 Franken für die Unterhaltskosten des Stadions zugesichert hat.

Kein Sportamt in Grenchen

Auch Grenchen, die grösste Stadt des Kantons, hat mit rund 50 Sportarten ein aktives Vereinsleben. Anliegen der Vereine werden meist pragmatisch behandelt, da die Stadt kein eigentliches Sportamt hat. «Wir unterstützen die Klubs in vielfältigster Art», sagt Stadtschreiberin Luzia Meister. So beteiligt sich Grenchen an Infrastruktur, Unterhalt, Direkt-Beiträgen oder bei spezifischen Sport-Anlässen.

Keine Direktzahlung in Olten

Die Oltner haben ein Gesamtbudget von 131,8 Millionen Schweizer Franken. Im Bereich «Kultur und Freizeit» hat die Gemeinde im Jahr 2011 einen Betrag von 10,6 Millionen ausgegeben, davon wird natürlich ein kleinerer Teil in den Sport fliessen. Die Oltner geben keinem ihrer Sportklubs eine Direktzahlung, was nicht bedeutet, dass sie die Klubs nicht unterstützen. Sie kommen für den Unterhalt der Sportanlagen und allfälliger Materialien auf.

Wenn man von der Jahresrechnung 2011 ausgeht, flossen insgesamt 1,5 Millionen in den Sport. Natürlich fördert die Stadt auch die Junioren der Sportvereine mit einem Jahresbeitrag von ungefähr 40000 Franken und die Sportvereine selbst werden mit rund 30000 Franken unterstützt. Diese Zahl ist jedoch relativ, da eben diese Vereine von dem Unterhalt ihrer Sportstätten profitieren.

Support für Biberister Fussballer

Auch in Biberist profitieren die Vereine vom Engagement der Gemeinde. Das Klubhaus des Fussballclubs gehört der Gemeinde, wurde für einen sechsstelligen Betrag umgebaut und wird den Fussballern kostenlos zur Verfügung gestellt. «Der FC übernimmt eine wichtige Integrationsfunktion», sagt Gemeindepräsident Martin Blaser. Der Turn- und Sportverein Biberist aktiv! kann die Sportstätten unentgeltlich nutzen. In den Bau der neuen Dreifachturnhalle investiert die Gemeinde 8,5 Millionen. An die verschiedenen Vereine werden pro Jahr gesamthaft 40000 Franken verteilt.