Basketball

Die Playoffs können kommen

Der BC Solothurn gewinnt auch sein zweites Spiel in der Rückrunde und ist bereit für die K.-o.-Phase. Der Gegner Phönix Basket Regensdorf gehört zu den Top Klubs in der 1. Liga.

Mirco Klaus
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«Am Schluss wurde es nochmals hektisch, das wäre nicht nötig gewesen. Wir hatten im letzten Viertel alles unter Kontrolle, wir waren klar das bessere Team», so die erste Reaktion des Spielertrainers von Solothurn, Nicolas Kofmel.

Eine Aussage, mit welcher vor dem Spiel wohl nicht einmal die Solothurner Spieler selber gerechnet haben. Denn der Gegner, Phönix Basket Regensdorf, befindet sich auf dem 4. Rang und gehört zu den Top Klubs in der 1. Liga, während der BCS momentan auf dem 9. und somit zweitletzten Rang liegt. Umso erstaunlicher ist der gute Start ins Jahr 2011. Im ersten Spiel setzte sich der BCS klar durch, gewann mit fast 30 Punkten Vorsprung. «Mir war klar, dass wir im neuen Jahr besser sein werden. Die vielen Verletzten in der Hinrunde sind zurück und die Mannschaft ist zusammengerückt. Die Chemie stimmt», so Nicolas Kofmel.

Das Spiel mit viel Moral gewendet

Auch der Spielertrainer musste aufgrund eines gebrochenen Armes aussetzen. Nun ist er zurück und sorgt mit seinen Punkten für den Umschwung. 27 Punkte erzielte er im Spiel gegen Regensdorf und hatte massgeblichen Anteil am Überraschungserfolg. Nach einem durchzogenen ersten Viertel lag der Favorit aus Regensdorf noch vorne.

Doch ab dem zweiten Drittel zeigte der BCS sein «2011-Gesicht». Und so stand es zur Halbzeit 39:39. «Im letzten Jahr hätten wir das Spiel nach so einem schlechten Anfang sicher verloren. Doch dank dem getankten Selbstvertrauen kämpften wir uns eindrücklich zurück.» Auch der dritte Abschnitt verlief ausgeglichen und beide Teams liefen zu Hochform auf. Ein Spektakel, welches mehr als nur gut 15 Zuschauer verdient hätte, findet auch Nicolas Kofmel: «Am Wochenende haben wir jeweils bis zu 70 Zuschauer.

Dank Facebook kommen die Zuschauer langsam – das hilft einem natürlich im Spiel. Aber unter der Woche sitzen auf der Bank mehr Zuschauer als auf der Tribüne, dass wollen wir mit guten Leistungen ändern.» Schliesslich gewann der BCS das Spiel mit 81:78 und will seine Siegesserie fortsetzen, um sich so eine gute Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen: «Wir können dort ein gefährlicher Aussenseiter sein und wollen die ‹Grossen› ein wenig ärgern», so Nicolas Kofmel.