Eishockey
Der Schuss ging beim EHC Olten erneut nach hinten los

Nach dem 5:10 in Visp kassiert der EHC Olten auch in Martigny eine bittere 2:6-Niederlage und steht in der Nationalliga B nach wie vor ohne Punke da.

Michael Forster
Drucken
Teilen
Michael Tobler zeigte trotz fünf Gegentreffern einige Big Saves. aha

Michael Tobler zeigte trotz fünf Gegentreffern einige Big Saves. aha

aha

Die deutliche Schlappe zum Saisonauftakt gegen Visp hinterliess im Line-Up des EHC Olten deutliche Spuren. Nicht, dass Trainer Scott Beattie jede Menge Alternativen zur Hand gehabt hätte, doch er holte aus dem vorhandenen Material fast schon das Maximum an Veränderung heraus.

So blieben die Verteidigerpaare unverändert, dafür wirbelte Beattie die ersten drei Sturmlinien durcheinander und ersetzte den unglücklichen Thomas Bäumle im Tor mit Michael Tobler.

Eigentlich genügend Anpassungen also, damit auch am Spiel der Oltner Entscheidendes hätte verbessert werden können. Und doch ging der Schuss erneut nach hinten los, und zwar noch schlimmer als vier Tage zuvor ein paar Kilometer weiter talaufwärts. Dauerte es damals noch vierzehn Sekunden bis zum ersten Gegentreffer, musste Tobler gestern bereits nach deren zwölf hinter sich greifen.

Die Gäste brachten die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, und Schiriajew erwischte den Oltner Schlussmann bei erstbester Gelegenheit mit einem gezielten Hocheckschuss.
Doch das wars dann auch schon mit den Parallelen im Bezug auf das Spiel gegen Visp. Fingen sich die Oltner nämlich am Freitag rasch auf und erzielten noch in derselben Minute den Ausgleich, waren sie diesmal von einem starken Startabschnitt meilenweit entfernt.

Feser war mit seinen zwei Abschlüssen in den ersten zwölf (!) Minuten noch der gefährlichste, weil einzige Gästeschütze. Wenig, viel zu wenig kam im ersten Drittel auch im Powerplay. Während die Gäste kaum den Weg in die gegnerische Endzone fanden, holte Martigny aus seiner einzigen Möglichkeit das Maximum heraus.

Die Gastgeber erhöhten durch Wick auf 2:0. Immerhin besserte sich der EHCO-Auftritt mit Beginn des zweiten Abschnitts. Endlich fand auch einmal ein erster Pass aus dem eigenen Drittel einen Abnehmer.

Es brauchte einen ärgerlichen unerklärbaren Wüst-Fehlpass mitten in der eigenen Zone, um die Gäste-Druckphase zu unterbrechen – und wie. Rimann scheiterte zwar nach der Scheibeneroberung noch mit seinem Buebetrickli-Versuch, doch Montandon stocherte die Scheibe zum 3:0 über die Linie.

Dennoch blieben die Gäste jetzt tonangebend. Wiebe verwertete einen Querpass von Truttmann aus relativ spitzem Winkel präzise zum ersten Oltner Treffer (31.). Der Aufwärtstrend war da, obwohl der Rückstand nicht hatte verringert werden können.

Es waren im letzten Drittel die Walliser, welche die ihre Chance nutzten. Beim EHC Olten herrscht Erklärungsnotstand, wie es Diego Schwarzenbach nach Spielschluss formulierte. «Wir haben einen gewissen Rückstand und können ihn nicht wettmachen», so der Oberbuchsiter.

Aktuelle Nachrichten