Fussball

Der FC Wangen hat im Kampf gegen den Abstieg weiter Boden gut gemacht

Zug 94, daheim in der Rückrunde unbesiegt, musste dem FC Wangen ein torloses Unentschieden zugestehen.

Edgar Straumann
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Der FC Wangen-Keeper wurde von den Zugern nicht überwunden.

Der FC Wangen-Keeper wurde von den Zugern nicht überwunden.

Bruno Kissling

Erstmals seit der Winterpause startete der FC Wangen nicht auf einem Abstiegsplatz liegend, in ein Meisterschaftsspiel. Zur drittletzten Partie reiste das Team von Darius Skrzypczak in die Zentralschweiz zu Zug 94. Die Gastgeber, keine Chance mehr auf einen Platz für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde und auch nach hinten praktisch abgesichert, konnten absolut befreit aufspielen.

Die Besucher ihrerseits standen da schon unter einem bedeutend grösseren Druck. Für sie hiess es mehr oder weniger „verlieren verboten“. Dabei war aber die Ausgangslage alles andere als vielversprechend, mussten doch fünf verletzte Spieler gemeldet werden. Raphael Moser sass zwar auf der Ersatzbank, wurde jedoch geschont, da er ebenfalls nicht ganz fit war.

Die dadurch notwendigen Umstellungen hatten schon gewisse Auswirkungen. So kam beispielsweise Valdemiro Quinjica, zuletzt ohne grössere Spielpraxis, als Aussenverteidiger zum Einsatz und bedurfte eine gewisse Anlaufzeit, steigerte sich dann aber mit zunehmender Spieldauer.

Aber auch die Gastgeber hatten sechs Ausfälle zu beklagen, sodass nicht nur beim Schlussresultat, sondern auch bei den Absenzen Gleichsand herrschte. Selbst das Eckballverhältnis von 7:8 ist praktisch ausgeglichen.

Bei einem torlosen Unentschieden könnte man davon ausgehen, dass beim Spiel selber Langeweile zu vermerken war. Dem war aber nicht so. Erstens schenkten sich die beiden Teams gar nichts und zweitens waren sie redlich bemüht, den Sieg für sich zu beanspruchen. Dadurch entwickelte sich eine jederzeit offene Partie, bei der jeder Ausgang möglich war und nicht zuletzt auch von der Spannung bis zum Schlusspfiff lebte.

Dennoch, viele erfolgversprechende Torszenen waren hüben wie drüben wenige zu verzeichnen. Einzig in der Nachspielzeit wären die Zentralschweizer beinahe noch zum Siegtreffer gekommen. Im Anschluss an einen Eckball sorgte ein Kopfball doch noch für Aufregung, doch es blieb beim 0:0 Endstand. Ein Resultat, das aufgrund der Spielanteile als leistungsgerecht bezeichnet werden kann.

Es waren meist Standardsituationen, welche zum einen oder andern Tor hätten führen können. Doch die Torhüter waren auf beiden Seiten regelmässig zur Stelle, um diese Situationen zu bereinigen. Oder dann blieb der Ball oftmals in den gut gestellten Mauern hängen. Eine gute Möglichkeit für die Gäste vergab Dragan Gyorgiev nach genau einer Stunde Spielzeit. Von Jordan Otomo, der nach dem Seitenwechsel eingewechselt wurde und im Mittelfeld viele Zweikämpfe für sich entscheiden konnte, steil eingesetzt, versuchte er es mit einem Kunstschuss, der aber das Ziel, wenn auch knapp, verfehlte.

Nach einem Energieanfall von Captain Blerim Bekteshi liess Torhüter Marini den Ball abprallen, der Nachschuss von Julio Sant Anna viel aber zu zaghaft aus. Nach dem Motto, lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, nahm das Spiel den für beide Mannschaften akzeptablen Ausgang.

In der Anschliessenden Pressekonferenz waren sich beide Trainer einig, dass das Unentschieden als leitungsgerechtes Resultat zu betrachten sei. Für Wangen ist der Punktgewinn, in der gegenwärtigen Situation, beim doch höher eingestuften Zug 94 sicher mehr als nur ein Teilerfolg. Für die restliche zwei Spiele, daheim gegen Schötz und auswärts gegen Solothurn, müsste die Moral nochmals gefestigt worden sein.

Zug 94 – Wangen 0:0

Herti Allmend, - 190 Zuschauer, - SR: Sven Wolfensberger.

Zug 94: Marinis; Jlic, Magnum, Martino, Adekunle, Jankovic, Mani; Bulut (68. Sahin), Mertoglu (83. Kralani), Halef, Burkard (55. Reci).

Wangen: Häfliger; Quinjica, Kokanovic, Bekteshi, Milushev; Nabarro, Tahiri (46. Otomo), Husi, Gyorgiev; Gustavo, Sant Anna (81. Jukic)

Bemerkungen: Zug 94 ohne Riedweg, Palatuci, Feuchter und Santangelo (alle verletzt) Mehedic (abwesend), Peter und Sulejmani (gesperrt)

Wangen ohne Guzimovic, Halimi, Hajdari, Churlinov, Zimmerli (alle verletzt), Heuscher (RS).

Verwarnungen: 63. Reci (Foul), 80. Magnum (Foul), 89. Bekteshi (Foul) 92. Kokanovic (Foul).

Cornerverhältnis 7:8.