St. Moritz 2017

Nächster Schweizer Triumph an Ski-WM: Aerni holt Gold in der Kombi, Bronze für Caviezel

Was für eine Ski-WM für die Schweizer! Nach Gold in der Männer-Abfahrt durch Beat Feuz holt heute Luca Aerni Gold in der Kombination, eine Hundertstel vor Marcel Hirscher. Mauro Caviezel wird Dritter und holt Bronze für die Schweiz.

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Schweizer Medaillengewinner an der Siegesfeier: Luca Aerni und Mauro Caviezel.
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Auch der frischgebackene Kombi-Weltmeister Luca Aerni ist am Start.
Mauro Caviezel mit seiner Trophäe für den dritten Platz.
Ein Prost auf diese fantastische Leistung.
Luca Aerni gewinnt Gold vor Marcel Hirscher (l.) und Mauro Caviezel.
Kombi-Weltmeister Luca Aerni lässt bei der Blumenzeremonie seinen Emotionen freien Lauf.
Sehr cool mit Brille: Bronzegewinner Mauro Caviezel auf dem Podest.
Luca Aerni wird von seinen Emotionen überwältigt.
Luca Aerni, lass die feiern: Unser neuer Kombinations-Weltmeister.
Der strahlende, frischgebackene Weltmeister gibt fleissig Interviews.
Justin Murisier hätte sich mehr erhofft in der Kombi.
Aerni kommt ausser Atem im Ziel an. Hat er da scho geahnt, dass er Kombi-Weltmeister wird?
Luca Aerni bei der Zieleinfahrt nach dem Kombi-Slalom.
Luca Aerni ist Kombi-Weltmeister!
Er legte einen weltklasse Slalom hin und nimmt sogar Marcel Hirscher und Alexis Pinturault Zeit ab.
Mauro Caviezel legte nach eigener Aussage einen «Zauberlauf» hin.
Alexis Pinturault ist nicht zufreiden: Heute gibt es keine Medaille für den Franzosen.
Die Körperhaltung sagt alles: Marcel Hirscher nach seinem Kombi-Slalom.
Justin Murisier hat nach dem Slalom intakte Chancen auf einen Podestplatz.
Carlo Janka bei schönstem Engadiner Wetter.
Marcel Hirscher ist nach der Abfahrt nicht in den Top 20.
Sein Gegenspieler Alexis Pinturault hat 84 Hundertstel Vorsprung auf den Österreicher.
Mauro Caviezel ist auf dem guten 14. Rang nach der Kombi-Abfahrt.
Mauro Caviezel in der Steilkurve.
Romed Baumann führt nach der Kombi-Abfahrt.
Luca Aerni zeige eine solide Fahrt, ist aber weit abgeschlagen.

Schweizer Medaillengewinner an der Siegesfeier: Luca Aerni und Mauro Caviezel.

Keystone

Aerni nutzte die sich ihm bietende Chance und zeigte als Dreissigster nach der Abfahrt mit der Startnummer 1 in der Entscheidung den Lauf seines Lebens. Den Rückstand von 2,61 Sekunden machte der 24-jährige Berner aus Grosshöchstetten im Slalom wett und liess sich als erster Schweizer seit Daniel Albrecht 2007 in Are in der Kombination zum Weltmeister küren. "Ich habe alles probiert, und es ist alles aufgegangen - von oben bis unten", sagte Aerni, dessen beste Weltcup-Klassierungen zwei fünfte Plätze im Slalom sind.

Als Erster scheiterte Marcel Hirscher an der Marke Aernis, der erst am Sonntag als letzter Schweizer für das Rennen nominiert und dabei Niels Hintermann, dem Kombinationssieger von Wengen, vorgezogen worden war. Der fünffache Gesamtweltcup-Sieger und Titelverteidiger aus Salzburg, der im Slalom mit der Startnummer 3 ins Rennen ging, lag zwar bei der letzten Zwischenzeit noch klar vor Aerni, fiel aber in den letzten Toren noch hinter den Schweizer zurück. Eine Hundertstelsekunde entschied letztlich das Duell zugunsten Aernis. "Die Hundertstel rauben mir in dieser Saison noch den letzten Verstand", so Hirscher, der die zu weiche Piste im Slalom kritisierte.

Wie Hirscher scheiterten auch der Franzose Alexis Pinturault, einer der Topfavoriten auf Gold, sowie der Österreicher Romed Baumann, der Führende bei Halbzeit, und die restliche Konkurrenz an der Marke Aernis, der in der Weltcup-Kombination in Santa Caterina kurz vor dem Jahreswechsel Platz 7 belegt hatte.

Auch Justin Murisier, die grösste Schweizer Medaillenhoffnung nach der Abfahrt, biss sich an der Zeit seines Teamkollegen die Zähne aus und wurde Sechster. Die grösste Gefahr drohte Aerni dennoch aus dem eigenen Lager. Mauro Caviezel zeigte eine starke Leistung im Slalom und kam bis auf 0,06 Sekunden an die Bestzeit heran. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille feierte der 28-jährige Bündner ebenfalls den grössten Erfolg seiner Karriere. Carlo Janka rundete mit Rang 7 die herausragende Schweizer Teamleistung ab. (sda)

Lesen Sie den Verlauf der Männer-Kombination im Liveticker nach: