Ski alpin

Lindsey Vonn kürt sich zur Speed-Queen

19. Kristallkugel für Lindsey Vonn. Nach dem Weltcup-Gesamtsieg in der Abfahrt sicherte sie sich in Méribel auch jenen im Super-G. Mit dem 67. Weltcup-Sieg hielt sie Anna Fenninger - mit 0,49 Sekunden Rückstand Zweite - in Schach.

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Weiterer Sieg und weitere Kugel für Lindsey Vonn

Weiterer Sieg und weitere Kugel für Lindsey Vonn

Lindsey Vonn hat zwar an den Heim-Weltmeisterschaften in Colorado die Erwartungen nicht erfüllen können, dennoch ist diese Comeback-Saison für sie fabelhaft verlaufen. Mit dem achten Tagessieg in diesem Winter holte die 30-Jährige wie in den Saisons 2008/09 bis 2011/12 das "Speed-Double" mit beiden kleinen Kristallkugeln für Abfahrt und Super-G. Vonn trumpft auf wie zu ihren besten Zeiten.

Und die Konkurrenz ist gewarnt: Vonn dürfte in Zukunft wieder vermehrt auch in anderen Disziplinen starten und zu einer Anwärterin auf den Gesamtweltcup-Sieg werden.

Gesamtweltcup noch offen

Am Ende dieser Saison kommen noch zwei Athletinnen für den Gewinn der grossen Kristallkugel infrage und diese beiden liefern sich ein Duell auf Biegen oder Brechen. Anna Fenninger konnte ihre Reserve zwar erneut ausbauen, doch weil Tina Maze im Super-G Rang 3 belegte, beträgt die Differenz vor der Entscheidung vom Wochenende nur 32 Punkte.

Da die Slowenin die wesentlich bessere Slalom-Fahrerin ist, dürfte sich der Zweikampf am Samstag noch einmal zuspitzen. Bei Fenninger war gestern (Donnerstag) Mittag noch offen, ob sie zum Slalom überhaupt antritt. Am Sonntag um "High Noon" könnte es im Riesenslalom zu einem packenden Showdown kommen. Für beide wäre es der zweite Weltcup-Gesamtsieg; Maze hatte 2013 triumphiert, Fenninger im vergangenen Jahr.

Schlappe für die Schweizerinnen

Für die Schweizerinnen setzte es im letzten Super-G des zu Ende gehenden Weltcups eine Schlappe ab. Dominique Gisin war als Zwölfte die Beste ihres Verbands. Lara Gut, die vor einem Jahr die Weltcup-Wertung in dieser Sparte zu ihren Gunsten entschieden hatte, schied mit Torfehler aus. Mit dem Sieg in Lake Louise hatte die Super-G-Saison für die Tessinerin optimal begonnen, seither schaffte sie es aber nie mehr aufs Podest, auch nicht an den Weltmeisterschaften (7.).

Die Ehre ihrer Trainings-Gemeinschaft rettete Tina Weirather. Die Liechtensteinerin wurde Vierte - vier Zehntel hinter dem Podest. Sie war sehr zufrieden: "Zuletzt hatte ich mit frühlingshaften Bedingungen meine Mühe. Dass ich mich diesmal so gut einstellen konnte auf solche Verhältnisse, macht mich stolz." Im Vergleich zum Vortag, als sie in der Abfahrt auf Rang 10 gelandet war, habe sie bei ihren Schwüngen den Speed viel besser mitnehmen können.

Méribel (Fr). Weltcup-Super-G der Frauen:
1. Lindsey Vonn (USA) 1:07,70. 2. Anna Fenninger (Ö) 0,49 zurück. 3. Tina Maze (Sln) 0,80. 4. Tina Weirather (Lie) 1,20. 5. Nicole Hosp (Ö) 1,39. 6. Francesca Marsaglia (It) 1,49. Ferner: 12. Dominique Gisin (Sz) 1,96. 14. Fabienne Suter (Sz) 2,14. - Ausgeschieden u.a.: Lara Gut (Sz).