Ski alpin

Holdener eröffnet mit Startnummer 1 die Weltcup-Saison

Am Samstag beginnt in Sölden die alpine Weltcup-Saison der Frauen. Sieben Schweizerinnen befinden sich am Start, unter ihnen auch Wendy Holdener.

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Lara Gut-Behrami schützt sich in der Öffentlichkeit durchwegs mit Maske

Lara Gut-Behrami schützt sich in der Öffentlichkeit durchwegs mit Maske

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Im Riesenslalom, viele Jahre die Sorgendisziplin der Schweizerinnen, erfolgte letzten Winter "ein Schritt vorwärts", wie es Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor formuliert. In dieser Saison, die am Samstag in Sölden ihren Auftakt nimmt, soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden.

Die Trainingsbedingungen auf den Gletschern in Saas-Fee und Zermatt sowie in den letzten Tagen im Engadin auf der zusätzlich mit Wasser präparierten Diavolezza waren auch in diesem Jahr wieder top, so war von Trainern und Fahrerinnen zu vernehmen. "Wir haben unser Maximum herausgeholt", ist Beat Tschuor überzeugt. Die Qualität der Trainings hat während der Coronavirus-Pandemie keinesfalls gelitten. Von den Athletinnen, deren sieben werden in Sölden zum Riesenslalom starten, erwartet der Bündner deshalb, dass "sie ihre besten Leistungen werden erbringen können".

Dies wird in Sölden auch Wendy Holdener, die stärkste und konstanteste Schweizer Riesenslalom-Fahrerin der vergangenen Jahre, versuchen. Die Schwyzerin, die Anfang September bei einem Sturz im Slalom-Training in Saas-Fee eine Fraktur des rechten Wadenbeinkopfes erlitten hatte, gewann den Wettlauf gegen die Zeit. Das ärztliche Okay, wieder ins Skitraining einzusteigen, erhielt sie erst Anfang Woche. Dies tat die 27-Jährige umgehend. Nach ein paar Tagen, in welchen sie sich "wohl fühlte", entschloss sich Holdener zum Start.

Neben Holdener, die letzte Saison endlich ihre ersten zwei Podestplätze im Riesenslalom erreichte und in der Weltcup-Startliste als Nummer 6 geführt wird, figurieren in den Top 15 der Disziplinenwertung auch Michelle Gisin (11.) und Lara Gut-Behrami (14.). Die ehemalige Gesamtweltcup-Siegerin aus dem Tessin vermochte in allen sechs Riesenslaloms zu punkten, mit Rang 8 in Sölden als bestem Resultat. Auch die Engelbergerin Gisin holte durchwegs Punkte, mit den Plätzen 4 (Killington), 7 (Kranjska Gora) und 9 (Sölden) als Glanzlichtern.

Beat Tschuor hofft für den Gletscher-Prolog in Sölden "auf vier oder fünf Athletinnen", die sich für den zweiten Lauf qualifizieren werden. Gut wäre zudem, so Tschuor, "wenn sich deren zwei in den ersten zehn klassieren könnten. Noch besser, wenn es eine sogar in die Top 5 schafft."

Im Fokus für den Sieg im Ötztal, wo sich aus Schweizer Sicht Gut-Behrami zweimal durchsetzen konnte (2013 und 2016), steht aus internationaler Sicht ein Quartett: Neben Federica Brignone, der Gesamtweltcup- und Riesenslalom-Disziplinensiegerin der letzten Saison, sind dies mit Marta Bassino eine weitere Italienerin, sowie die slowakische Riesenslalom-Weltmeisterin Petra Vlhova und Alice Robinson. Die junge Neuseeländerin gewann vor Jahresfrist sensationell in Sölden.

Hingegen verpasst die damalige Zweite Mikaela Shiffrin den Auftakt zum Weltcup-Winter 2020/21. Die 25-jährige Amerikanerin gab vor einigen Tagen wegen einer im Training erlittenen Rückenverletzung ihren Startverzicht bekannt. Gleichzeitig stellte Shiffrin aber ihr baldiges Comeback in Aussicht.