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SKI-WELTCUP: «Feste feiern, wie sie fallen»

Im Vorjahr kam Wendy Holdener als neue Weltmeisterin in eher erschöpftem Zustand nach Crans-Montana, nun befindet sich Michelle Gisin als Olympiasiegerin fast in gleicher Lage.
Valentin Oetterli (sda)
Es sei wahnsinnig schön, diesen Grosserfolg mit Familie, Freunden und dem ganzen Dorf zu teilen, sagt Michelle Gisin. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Es sei wahnsinnig schön, diesen Grosserfolg mit Familie, Freunden und dem ganzen Dorf zu teilen, sagt Michelle Gisin. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Valentin Oetterli (SDA)

Die einstige Slalom-Spezialistin Michelle Gisin gehört seit ihrem Durchbruch in den Speed-Disziplinen zu den Vielfahrerinnen. Inklusive Olympia hat die Engelbergerin seit Mitte November 28 Rennen bestritten. «Ich spüre, dass die Saison ein bisschen lang ist. Aber ich muss ja nur noch zweieinhalb Wochen durchhalten», sagt Gisin und hat dabei ein Lächeln im Gesicht, das keineswegs aufgesetzt wirkt.

Der persönliche Energiehaushalt war bei der 24-Jährigen schon während des ganzen Winters ein Thema. Obwohl ihre Batterien aktuell keineswegs mehr voll sind, stand sie sowohl am letzten Freitagabend bei der Ankunft in Kloten als auch danach am Dienstag in Engelberg für Empfänge ausgiebig zur Verfügung, «denn man soll die Feste feiern, wie sie fallen». Ausserdem sei es wahnsinnig schön, diesen Grosserfolg mit der Familie, den Freunden und auch mit dem ganzen Dorf teilen zu können, so Gisin. Abgesehen davon blieben der Olympiasiegerin dank ihrer schnellen Rückkehr aus Asien drei ungestörte Tage. «Ich verkroch mich daheim und blieb vorwiegend im Dunkeln. So verspürte ich auch weniger Kopfweh», erzählt Gisin. Diese Schmerzen sind eine Folge ihres Sturzes, der sich im Zielraum nach der Olympia-Abfahrt und damit am Tag vor ihrem grossen Triumph ereignet hatte.

Holdener fühlt sich besser als vor einem Jahr

Die Vorbereitung aufs Renn­wochenende in Crans-Montana begann erst mit der Anreise am Donnerstag. Tags darauf stand Gisin erstmals seit einer Woche wieder auf den Ski. Noch ist sich die Obwaldnerin allerdings nicht sicher, ob sie für die zwei Rennen im Wallis die «richtige Spannung» finden wird. «Ich werde versuchen, alles so zu machen wie in der Vergangenheit vor den Rennen. Mal schauen, ob das funktioniert.» Was Gisin in den vergangenen Tagen erlebt hat, machte Wendy Holdener vor einem Jahr als Kombinations-Weltmeisterin von St. Moritz durch. Nach einem Empfang stand damals als erste Station nach der Heim-WM ebenfalls Crans-Montana an. Der 24-Jährigen wuchs allerdings der Rummel um ihre Person etwas über den Kopf. Sie fühlte sich komplett «leer». Ganz anders – besser – sieht es Holdener nun in der post-olympischen Woche aus. «Die paar Tage zu Hause, ohne Empfang und ohne Skifahren taten gut. Ich fühle mich sogar besser als erwartet und bin parat, um Gas geben zu können», sagt ­Holdener, die von Pyeongchang gleich mit einem ganzen Medaillensatz zurückgekehrt ist.

Gas geben, das muss Holdener auch, will sie in der kurzen Zeit bis zum Saisonende ihre verbleibenden Ziele im Weltcup ebenfalls noch erreichen. Ganz klar im Vordergrund steht dabei der Gewinn der Disziplinen­wertung in der Kombination. «Ich will diese Kristallkugel», sagt sie selbstbewusst.

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