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SKI ALPIN: Svindals Versöhnung

Erstmals seit seinem schweren Sturz bestritt der Norweger Aksel Lund Svindal ein Rennen in Kitzbühl – und gewann. Beat Feuz fuhr als Sechster seinen besten Super-G in diesem Winter.
Werner Eisenring (sda)
Aksel Lund Svindal gewinnt den Super-G in Kitzbühel vor Landsmann Kjetil Jansrud und Matthias Mayer. (Bild: EPA (Kitzbühel, 19. Januar 2018))

Aksel Lund Svindal gewinnt den Super-G in Kitzbühel vor Landsmann Kjetil Jansrud und Matthias Mayer. (Bild: EPA (Kitzbühel, 19. Januar 2018))

Werner Eisenring (SDA)

Man fühlte sich im Kitzbüheler Zielraum wie beim Public Viewing. Die Tribünen waren gut ­gefüllt, doch die Blicke der ­Zuschauer richteten sich alle auf die grosse Videowand, denn nur dort liess sich das Geschehen mitverfolgen. Der untere Teil mit den spektakulären Passagen wie Hausbergkante, Traverse und Zielschuss war vom Regen derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die gesamte Strecke nach oben verlegt werden musste. So wurde der Super-G, der ­gewöhnlich viel weiter unten auf der Streifalm beginnt, erstmals ab der Mausefalle gestartet und führte über Steilhang und Alte Schneise zum Oberhausberg, wo die neue Zielanlage an ein FIS-Rennen erinnerte. Durch die Verlegung wurde die Strecke auch um 20 Fahrsekunden länger.

Auf diesem ungewohnten Gelände gelang Aksel Lund Svindal eine eindrucksvolle Rückkehr. Erstmals seit seinem schweren Sturz von 2016 bestritt er wieder ein Rennen in Kitzbühel – und gewann überlegen mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Landsmann Kjetil Jansrud und 0,56 Sekunden vor dem österreichischen Vorjahressieger Matthias Mayer.

Svindal will heute nachdoppeln

Vor zwei Jahren war Svindal auf der Streif – einen Tag nach seinem Sieg im Super-G – in der ­Abfahrt schwer gestürzt. Er erlitt damals einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden im rechten Knie – Verletzungen, deren Nachwirkungen ihn noch heute plagen. Er kann nur sehr eingeschränkt trainieren, doch in den Rennen kennt der 35-Jährige keinen Schmerz. Seine ersten beiden Saisonsiege hatte Svindal in der Abfahrt eingefahren, in ­Beaver Creek und Val Gardena. In den drei bisherigen Super-G des Winters erreichte er das Podium nie. In dieser Disziplin gewann mit Svindal im siebenten Rennen zum siebenten Mal ein anderer Fahrer. «Einen besseren Start ins Wochenende hätte ich mir nicht wünschen können», sagte Svindal nach seinem 35. Weltcupsieg. Denn eigentlich rechnete er sich für heute die besseren Chancen aus. Er und Beat Feuz, die beide die Abfahrt noch nie gewannen, sind dort die Favoriten. Svindal gab unumwunden zu: «Wenn ich tauschen könnte, würde ich. Aber man muss nehmen, was kommt.»

Auch Feuz fährt derzeit in der Abfahrt wesentlich stärker als im Super-G. Der Emmentaler, im Vorjahr in Kitzbühel als Dritter zum bisher letzten Mal auf dem Podium eines Super-G vertreten, wertete seinen sechsten Platz als durchaus positiv: «Immerhin habe ich eine Richtung eingeschlagen, die nach vorne zeigt.» Zehnter war er in Val Gardena geworden, nun gelang ihm eine Steigerung seiner Saison-Bestmarke. Fürs Podium fehlten dem Berner bloss 27 Hundertstel. Den Podestplatz vergab er im oberen Streckenteil. «In der Einfahrt in den Steilhang verschlug es mir die Ski, das kostete Tempo», wusste Feuz, wo er die entscheidende Zeit liegen gelassen hatte.

Feuz im unteren Abschnitt schnell unterwegs

Der Rest seiner Fahrt gab ihm ­jedoch Hoffnung für die Abfahrt vom Samstag. «Dort haben die Ski sehr gut gezogen.» Die Abschnittszeiten untermauern seine Aussage. Nach knapp 50 Fahrsekunden lag Feuz 79 Hundertstel hinten, danach aber kamen auf den restlichen 40 Sekunden nur noch vier weitere Hundertstel hinzu. In diesem Sektor hielt Feuz als Einziger mit dem norwegischen Markenkollegen mit.

Die übrigen Schweizer schafften es auch diesmal nicht in die Top 10. Gut hielt sich indes der Zürcher Oberländer Gilles Roulin, der im Dezember in der ­Abfahrt von Val Gardena als Vierter überrascht hatte und nun in Kitzbühel auf Rang 13 fuhr. Der Ostschweizer Ralph Weber kam auf den 19. Platz.

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