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SKI ALPIN: Holdeners Traumwinter

Nach Gold, Silber und Bronze an Olympia sichert sich Wendy Holdener mit dem vierten Platz in Crans-Montana auch die kleine Kristallkugel in der Kombination.
Valentin Oetterli (sda), Crans-Montana
Vielseitig auf hohem Niveau: Wendy Holdener. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

Vielseitig auf hohem Niveau: Wendy Holdener. (Bild: Jean-Christophe Bott/KEY)

Valentin Oetterli (SDA), Crans-Montana

Dass sie gestern als grosse Favoritin zur Kombination startete, nahm Wendy Holdener im Vorfeld zur Kenntnis: «Es sagen ja sowieso alle, dass ich das bin. Dann wird es wohl auch so sein.» Dass ihr als Vierter 0,26 Sekunden zur italienischen Siegerin Federica Brignone fehlten, verkam in der Endabrechnung zu einem unbedeutenden Detail. «Mir war nach dem guten Super-G klar, dass ich nicht den perfekten Lauf brauche, um weit vorne zu sein», so die Kombinations-Siegerin von Ende Januar in Lenzerheide, die auf keinen Fall zu viel riskieren und ausscheiden wollte.

Letztlich setzte sich Holdener im Kampf um ihre zweite Kristallkugel nach 2016 mit 41 Punkten Vorsprung vor Teamkollegin Michelle Gisin durch. Die Obwaldnerin, die auch in der Tageswertung Zweite wurde und dabei ihren ersten Weltcupsieg nur um drei Hundertstelsekunden verpasste, zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Erreichten und der Bestätigung ihres Olympiasieges bei erster Gelegenheit. Gisin setzte danach ein weiteres Mal zu einer Lobeshymne auf ihre Freundin an: «Was Wendy macht, ist unglaublich. Ihre Konstanz, vor allem natürlich im Slalom, ist extrem beeindruckend. Cool war auch ihr dritter Rang im Super-G. Dass sie am Samstag so frei von der Leber weg gefahren ist, hat mich sehr gefreut.»

Vielseitigkeit endlich auch auf höchstem Niveau

Seit fast sechs Jahren schon ist Holdener die absolute Leaderin im Schweizer Slalom-Team. Dass sie aber viel mehr als nur eine reine Spezialistin zwischen den Kippstangen ist, deutete die Schwyzerin schon früh an. So 2011, als sie mit 17 Jahren in Crans-Montana nicht nur Junioren-Weltmeisterin in der Kombination, sondern auch Abfahrts-Zweite und Riesenslalom-Dritte wurde. Im Slalom klassierte sie sich damals nur auf Rang vier.

Auf höchstem Niveau spielt Holdener diese Vielseitigkeit allerdings erst in dieser Saison so richtig aus. Im Olympia-Winter gelangen der mittlerweile 24-Jährigen aus Unteriberg bislang ein Weltcup-Sieg in der Kombination und acht weitere Podestplätze in Slalom, Super-G und City Events. Abgerundet wird das Ganze von vier Top-zehn-Plätzen im Riesenslalom, mit einem vierten Rang als bestes Ergebnis.

Schwierige und anspruchsvolle Pisten wie diejenige in Crans-Montana kämen ihr als starke Technikerin entgegen, sagte Holdener am Samstag nach dem Exploit im Super-G, wo sie als Dritte ihr erstes Speed-Podest im Weltcup schaffte. Holdener trägt sich definitiv mit dem Gedanken, künftig mehr Speed-Rennen zu bestreiten. Doch diesen Schritt gelte es gut zu überlegen: «Man sieht das auch am Beispiel von Mikaela Shiffrin, die in diesem Winter nicht alle Rennen fuhr, weil es ihr zu viel wurde.» Über die künftige Ausrichtung wird sich Holdener erst im Frühling mit ihren Trainern und Betreuern intensiv austauschen. Als Gesamtzweite, mit allerdings deutlichem Rückstand auf Shiffrin, wurde Holdener auch darauf angesprochen, ob sie künftig die grosse Kristallkugel ins Visier nehme. «Natürlich ist der Gesamtweltcupsieg ein Traum. Vielleicht kann ich den einmal ins Auge fassen, wenn ich mehr und auch gut Super-G fahre. Momentan ist Shiffrin noch zu stark», so die Antwort der Kombinations-Weltmeisterin und Team-Olympiasiegerin.

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