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Cédric Noger kehrt nach einer verkorksten Saison an den Ort seines grössten Triumphs zurück

Es ist noch nicht lange her, da reihte sich der Wiler Skirennfahrer Cédric Noger mitten in der Weltspitze ein. Am 9. März 2019 belegte er in Kranjska Gora den vierten Platz. Am Samstag steht in Slowenien erneut ein Weltcup-Riesenslalom auf dem Programm.

Daniel Good
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Cédric Noger am 28. Februar 2021 im Weltcup-Riesenslalom von Bansko in Bulgarien

Cédric Noger am 28. Februar 2021 im Weltcup-Riesenslalom von Bansko in Bulgarien

Bild: Gabriele Facciotti / AP

Der Riesenslalom-Spezialist Cédric Noger hat eine schwierige Saison hinter sich. Erst drei Weltcuppunkte stehen nach acht Rennen auf seinem Konto. Die Anfang Winter angestrebte Qualifikation für die WM in Cortina d'Ampezzo blieb ein Traum für den 28-jährigen Ostschweizer.

Nur in Adelboden in den Punkten

Auch die Teilnahme am Weltcupfinal vom 17. bis 21. März in Lenzerheide ist für Noger ausser Reichweite geraten. Im Weltcup-Zwischenklassement nimmt er in der Riesenslalom-Wertung bloss den 58. Platz ein. Zum einzigen Mal in die Punkte fuhr er in dieser Saison am 9. Januar in Adelboden. Mit fast fünf Sekunden Rückstand belegte er im Heimrennen den 28. Rang.

Meillard nahm er eine halbe Sekunde ab

Vor gut zwei Jahren sah das noch ganz anders aus. Selbst Olympiasieger Marcel Hirscher liess Noger im März 2019 in Kranjska Gora hinter sich und qualifizierte sich noch für den Weltcupfinal.

2019 wurde Cédric Noger auch Schweizer Meister

2019 wurde Cédric Noger auch Schweizer Meister

Bild: Ralph Ribi

Zudem wurde der Rennfahrer des SC Speer Ebnat Kappel in jener Saison auch Schweizer Riesenslalom-Meister. Dem heute arrivierten Weltcupfahrer Loïc Meillard nahm Noger im Skigebiet Hoch-Ybrig fast eine halbe Sekunde ab.

Die Crux mit dem neuen Material

Tempi passati: Nach einer durchschnittlichen Saison 2019/20 nahm Noger einen Materialwechsel vor. Er verliess Nordica und bekam einen Vertrag beim Weltcup-Rückkehrer Kästle, der einst Pirmin Zurbriggen von Sieg zu Sieg trug.

Aber Noger kam mit den neuen Ski bislang nicht zurecht. Das Ziel waren regelmässige Klassierungen unter den besten 15. Die Realität freilich sah ganz anders aus: Mit einer Ausnahme waren die Weltcuprennen für Noger nach halbem Pensum beendet.

Während der WM nicht in den Ferien

Deshalb arbeitete Noger in der Zwangs-Pause während der WM mit seinem Ausrüster intensiv an der Abstimmung. Mit einem guten Gefühl reiste er an die Weltcuprennen Ende Februar im bulgarischen Bansko.

Aber wieder nichts: In beiden Riesenslaloms schaute für den Ostschweizer kein zählbares Ergebnis heraus. Zunächst verpasste er den zweiten Durchgang der besten 30 Teilnehmer. Im zweiten Versuch, sich der Weltspitze zu nähern, schied er aus.

Seine grösste Qualität ist die Hartnäckigkeit

Immerhin gehört Noger noch zu den sieben Schweizern, die für den Riesenslalom in Kranjska Gora aufgeboten wurden. Und vielleicht bringt der Ort, wo Noger seinen grössten Triumph verbucht hat, am Samstag doch noch eine Wende zum Guten.

Denn Nogers wohl herausragendste Eigenschaft ist seine Hartnäckigkeit. Ehe er im Weltcup Fuss fasste, hatte er mehr als 600 FIS-Rennen bestritten.

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