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SIEG GEGEN HAASE: "Unglaublich, mit 36 die Nummer 1 zu sein": Roger Federer ist zurück auf dem Tennisthron

Geschafft: Im Viertelfinal des Turniers von Rotterdam hat Roger Federer den Niederländer Robin Haase bezwungen. Damit hat er sich die Nummer 1 in der Weltrangliste zurückerobert.
Roger Federer wurde in Rotterdam nach dem Sieg gegen Robin Haase als neue Nummer 1 der Tenniswelt gefeiert. (Bild: KOEN SUYK (EPA))

Roger Federer wurde in Rotterdam nach dem Sieg gegen Robin Haase als neue Nummer 1 der Tenniswelt gefeiert. (Bild: KOEN SUYK (EPA))

Nach dem Belgier Ruben Bemelmans und dem Deutschen Philipp Kohlschreiber schlug Federer auch den Niederländer Robin Haase (ATP 42). In der ausverkauften Ahoy Arena bewältigte er die letzte Aufgabe auf dem Weg zurück an die Weltranglistenspitze nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem 4:6, 6:1 6:1. Er musste zum ersten Mal in dieser Woche seinen Service und einen Satz abgeben.

Haase lässt stark nach

Haase konnte sich aber nicht zum Spielverderber aufschwingen, weil Federer sich steigerte und der Einheimische stark nachliess. Die letzten beiden Sätze dominierte der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger uneingeschränkt. Er überliess Haase nur noch zwei Games und 22 Punkte bis zum nach 79 Minuten verwerteten Matchball.

"Wenn man jung ist, arbeitet man wie ein Verrückter, man spielt viele Matches, man gewinnt, man verliert und wenn man es verdient, wird man die Nummer 1", sagte Federer während der kleinen Zeremonie, die ihm zu Ehren in Rotterdam abgehalten wurde. "Aber in meinem Alter muss man noch viel mehr arbeiten. Deshalb ist es unglaublich, mit 36 die Nummer 1 zu sein. Es ist ein Traum der wahr wird."

Eine neue Bestmarke

Über fünf Jahre ist es her, seit der Schweizer letztmals die Weltrangliste anführte. Nun kehrt er am Montag als ältester Spieler seit der Einführung des ATP-Rankings 1973 auf den Tennisthron zurück. Mit 36 1/2 Jahren übertrumpft er Andre Agassi diesbezüglich um über drei Jahre.

Zudem setzt Federer eine weitere Bestmarke: Kein anderer Spieler eroberte nach einer so langen Absenz - am Montag werden es fünf Jahre und 106 Tage sein - die Spitze der Weltrangliste zurück. Seit er im Februar 2004 erstmals die Nummer 1 der Welt war, sind über 14 Jahre vergangen.

Vieles hängt von Nadal ab

Den Rekord an Wochen als Weltranglistenerster wird Federer weiter ausbauen - bisher stand er 302 Wochen an der Spitze. Der zurückgetretene Pete Sampras kam auf 286 Wochen, Novak Djokovic steht bei 223 und Rafael Nadal bei 167 Wochen. Wie lange sich der Baselbieter auf der Topposition halten kann, ist völlig offen und hängt nicht zuletzt von den Leistungen von Rafael Nadal ab, dessen Rückkehr auf die Tour übernächste Woche in Acapulco geplant ist.

Erstaunliches Comeback

Klar ist, dass für Federer das Halten der Nummer 1 keine Priorität haben wird. Das würde seinem primären Ziel, seine Karriere noch möglichst lange und erfolgreich weiterzuführen, zuwiderlaufen. Dass er überhaupt nochmals die Möglichkeit hatte, das ATP-Ranking anzuführen, ist erstaunlich und auch auf die gesundheitlichen Probleme seiner ärgsten Konkurrenten zurückzuführen.

Federer hat in den letzten 365 Tagen zwar Aussergewöhnliches geleistet, aber wenige Turniere bestritten. Am Montag wird er gerademal Punkte von 12 Events in der Weltranglisten-Wertung haben. Unter anderem trat er in Roland Garros und bei drei Masters-1000-Turnieren (Madrid, Cincinnati, Paris-Bercy) nicht an. Zum Vergleich: Nadal, der sich in dieser Woche für seine Stiftung in Amsterdam aufhielt, hat derzeit 16 Turniere in seiner Wertung.

Baut Federer Vorsprung sogar noch aus?

Am Wochenende kann Federer seinen Vorsprung auf Nadal in der Weltrangliste noch ausbauen und vor allem seinen 97. ATP-Titel, den dritten in Rotterdam, gewinnen. (sda)

Federers vierter Streich

Zum vierten Mal übernimmt Roger Federer am Montag die Führung in der Weltrangliste. 14 Jahre und 17 Tage nach seinem erstmaligen Vorstoss an die Spitze des ATP-Rankings wird der 36-Jährige wieder die Nummer 1.

  • 2. Februar 2004: Premiere und Rekordserie. - Nach dem Sieg beim Australian Open im Final gegen Marat Safin - es war der zweite Major-Erfolg seiner Karriere - stösst Federer erstmals an die Spitze der Weltrangliste vor. Gesichert hat er sich diesen Platz schon nach dem Halbfinal gegen Juan Carlos Ferrero. Federer löst Andy Roddick ab und bleibt 237 Wochen am Stück die Nummer 1 - so lange wie kein anderer Spieler. Erst nach den Olympischen Spielen in Peking am 17. August 2008 muss er seine Führung im ATP-Ranking an Rafael Nadal abgeben.
  • 6. Juli 2009: Die Rückkehr nach dem 15. Grand-Slam-Sieg. - Am 5. Juli 2009 gewinnt Federer seinen sechsten Wimbledon-Titel dank dem legendären Finalsieg gegen Roddick, den er mit 16:14 im fünften Satz niederringt. Er übertrifft mit seinem 15. Grand-Slam-Titel die Rekordmarke von Pete Sampras und kehrt am folgenden Tag an die Spitze des Rankings zurück. Nach 48 Wochen, nach dem French Open 2010, muss er erneut Nadal Platz machen. Mit insgesamt 258 Wochen an der Weltranglistenspitze fehlt Federer noch eine Woche, um den Rekord von Sampras zu egalisieren.
  • 9. Juli 2012: Rekord von Sampras geknackt. - Über zwei Jahre muss Federer warten, bis er die Bestmarke von Sampras übertreffen kann. Erneut schafft er in Wimbledon die Rückkehr auf den Tennisthron - diesmal auf Kosten von Novak Djokovic. Im Final setzt sich Federer gegen Andy Murray durch und egalisiert mit seinem siebten Wimbledon-Sieg die Bestmarken von Sampras und William Renshaw. 17 Wochen bleibt er diesmal top, ehe ihn Djokovic ablöst.
  • 19. Februar 2018: Die älteste Nummer 1. - Die 303. Woche als Nummer 1 bestreitet Federer ab nächstem Montag über 14 Jahre nach seinem ersten Vorstoss an die Spitze des ATP-Rankings. Die nicht mehr erwartete Rückkehr auf den Thron verdient sich der Baselbieter nach einer Verletzungspause im zweiten Halbjahr 2016 mit einem fantastischen Comeback, gekrönt von drei Grand-Slam-Siegen (Australian Open 2017 und 2018 sowie Wimbledon 2017). Obwohl er deutlich weniger Turniere bestreitet als in jüngeren Jahren, distanziert er im Ranking seine gesundheitlich angeschlagene Konkurrenz und wird mit 36 1/2 Jahren dank der Halbfinal-Qualifikation beim 500er-Turnier in Rotterdam zur mit Abstand ältesten Nummer 1 der Tennisgeschichte. (sda)

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