Sieg für Floorball Thurgau dank starker Schlussphase

UNIHOCKEY. Floorball Thurgau gewinnt ein nervenaufreibendes NLB-Spiel auswärts gegen Unihockey Mittelland. Nach schlechten 45 Minuten konnte ein Dreitore-Rückstand in einen 8:7-Sieg umgewandelt werden.

Fabio Meyer
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UNIHOCKEY. Floorball Thurgau gewinnt ein nervenaufreibendes NLB-Spiel auswärts gegen Unihockey Mittelland. Nach schlechten 45 Minuten konnte ein Dreitore-Rückstand in einen 8:7-Sieg umgewandelt werden.

In den Startminuten konnten die Thurgauer die Vorgabe des Coachingstaffs noch gut umsetzten. Mit viel Ballbesitz und schnellen Kombinationen kam man vereinzelt gefährlich in die Zone der Oltener. Bereits nach fünf Minuten war es Bresciani, der den Ball über die Linie drückte. Dies war sogleich der Weckruf für die Hausherren aus Olten. Mit schnellen Kontern und gefährlichen Pässen quer durch die Thurgauer Hintermannschaft nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Bereits nach zwölf Minuten sahen sich die Gäste bereits mit einem 1:4-Rückstand konfrontiert. Mit kleinen Umstellungen in den Linien ging es mit einem 2:4-Rückstand in die Pause.

Sehenswerter Direktschuss

Nach den schlechten ersten 20 Minuten wollte man das Spiel wieder in die eigenen Hände nehmen. Dies gelang teilweise. Mit einem sehenswerten Direktschuss aus der zweiten Reihe konnte Ausderau auf 3:4 verkürzen. Wer dachte, dies sei der Weckruf für die Mostinder, täuschte sich. Bis zur Pause konnte Unihockey Mittelland den Vorsprung wieder auf zwei Tore ausbauen. Zu diesem Zeitpunkt waren es die Hausherren, die der Partie den Stempel aufdrückten. Den Thurgauern wollte offensiv nicht viel gelingen und die Fehler in der Defensive wurden kaltblütig ausgenutzt.

Die Partie kippt

Nach der Pause ging es denkbar schlecht weiter. Wiederum war es die erste Linie der Oltener, die den Vorsprung auf 6:3 aus ihrer Sicht ausbauen konnten. Scheinbar fühlte sich Unihockey Mittelland bereits wie der sichere Sieger. Immer mehr ungewohnte Fehler unterliefen ihnen. Nach je einem Tor vor Altwegg und Gröbli stand es plötzlich nur noch 5:6 aus Sicht der Thurgauer. Die Gastgeber sahen sich immer mehr mit Defensivaufgaben beschäftigt und das berühmte Momentum fiel plötzlich auf die Seite der immer stärker aufspielenden Gäste.

Nach einigen Undiszipliniertheiten auf beiden Seiten standen noch vier Thurgauer und drei Oltener auf dem Spielfeld. Da fasste sich der finnische Spielmacher Oilinki ein Herz und knallte den Ball direkt unter die Latte. Mit ausgeglichenem Spielstand ging es weiter. In dieser Phase konnte der schwedische Neuzugang zweimal zur erstmaligen Zweitore-Führung für die Thurgauer einschieben. Früh versuchten die Oltener ohne Torhüter eine Wende herbeizuführen. Der 7:8-Anschlusstreffer, nach einem hart gepfiffenen Penalty in der Schlussminute, war sogleich der letzte Treffer der Partie. Dank den drei Punkten können die Thurgauer den zweiten Platz verteidigen.