Siebte Niederlage im achten Spiel

Hockey Thurgau verliert das Auswärtsspiel in Langnau mit 1:4. Mangelnde Effizienz und ein abgeklärtes Heimteam führen zur zwölften Saisonniederlage.

Thomas Ammann, Langnau
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Harter Kampf um den Puck. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Harter Kampf um den Puck. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Ganze 57 Sekunden konnte Thurgau auf einen Punktgewinn in der Ilfishalle hoffen. Da lenkte Sven Lindemann einen Weitschuss spektakulär aus der Luft ab und es stand 1:0 für Langnau. Dieser erste Treffer sollte symptomatisch für das gesamte Spiel werden. Beide Mannschaften traten animiert auf und suchten ihr Heil in der Offensive. Nur taten das die Langnauer um einiges effizienter. Sie schalteten in der Defensive schnell um und schufen sich so Räume. Und im gegnerischen Drittel postierten sie konsequent einen Spieler vor Janick Schwendener, um mit Weitschüssen für Gefahr zu sorgen.

Drei Tore in einer Minute
Die Thurgauer auf der anderen Seite zogen ein konstruktives Aufbauspiel auf und erarbeiteten sich viele Chancen. Doch nur eine konnten sie auch nutzen. Alain Bahar erzielte nach 13 Minuten, mustergültig freigespielt von Adrian Wichser, den einzigen Thurgauer Treffer des Abends. Da stand es nach einem mustergültigen Langnauer Konter 31 Sekunden zuvor bereits 2:0. Und nur 26 Sekunden nach dem Anschlusstreffer markierte Claudio Moggi das 3:1.

Die Gäste überboten sich im Auslassen bester Gelegenheiten. Mehrere Male standen sie alleine vor Langnau-Hüter Damiano Ciaccio, doch immer scheiterten sie. Im Mitteldrittel erlebte Thurgau zudem vier Minuten Powerplay zum Vergessen. Zuerst entwischte Verteidiger Kevin Hecquefeille, liess Leonardo Profico stehen und bezwang im zweiten Anlauf auch noch Schwendener. Und kurz darauf scheiterte Lukas Haas frisch von der Strafbank alleine vor dem Thurgauer Tor am 22-Jährigen.

Zu verspielt und fehleranfällig
Diese vier Minuten zeigten die Unterschiede zwischen dem Ersten und dem Zweitletzten der NLB schonungslos auf. Hier geradliniges, effizientes Offensivspiel gepaart mit einer routinierten Verteidigung. Dort junge, durchaus talentierte aber auch etwas zu verspielte Stürmer und fehlerhafte Verteidiger.

Dass es am Ende nur 4:1 für das Heimteam stand, lag in erster Linie an den Langnauern, die im letzten Drittel nicht mehr die gleiche Effizienz an den Tag legten und etwas zu umständlich agierten. In Gefahr, Punkte abzugeben, gerieten sie allerdings nie. Thurgau kassiert derweil die siebte Niederlage im achten Spiel und verbleibt auf Rang acht.