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Brühls neue Spielerin Martina Pavic: «Ich bin so heiss ­darauf, Titel zu gewinnen»

Mit Martina Pavic hat die wertvollste Handballerin der vergangenen Saison zum LC Brühl gewechselt. Am Sonntag trifft sie mit ihrem neuen Team im Supercup auf Spono Nottwil.
Sarah Fäh
Martina Pavic, die neue Spielerin des LC Brühl, in der Kreuzbleiche.Bild: Adriana Ortiz Cardozo.

Martina Pavic, die neue Spielerin des LC Brühl, in der Kreuzbleiche.Bild: Adriana Ortiz Cardozo.

Der LC Brühl hat eine beeindruckende Saison hinter sich: 28 Spiele, 24 eingesetzte Spielerinnen, 23 Siege, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen. Zusammengezählt haben die drei besten Torschützinnen des Teams 253 Tore erzielt. Das Resultat: Schweizer Meister.

Blickt man auf die kommende Spielzeit, dürfte diese Erfolgssträhne weitergehen: Kaum Abgänge, die Rückkehr von zuletzt verletzten Schlüsselspielerinnen wie Torhüterin Sladana Dokovic oder den Rückraumspielerinnen Marina Schlachter und Yarima Altherr, die alle drei vergangene Saison mit Kreuzbandrissen ausgefallen waren.

Und lediglich ein Neuzugang, der es aber in sich hat: Mit Martina Pavic vom LK Zug stösst die wertvollste Spielerin der vergangenen Saison zum LC Brühl. Die ehemalige kroatische Nationalspielerin erzielte in der abgelaufenen Spielzeit 131 Treffer. «Ich bin so heiss ­darauf, Titel zu gewinnen», sagt die 30-jährige Kreisspielerin.

Hohe Ziele für nächste Saison

Pavics ganze Familie aus dem kroatischen Bjelovar ist handballverrückt. «Ausserdem wollte ich eh immer das machen, was mein Bruder macht.» Als dieser dann mit Handball angefangen hat, dauerte es nicht lange, bis auch sie in der Halle stand. Mit 15 Jahren unterschrieb sie den ersten Profivertrag. Es folgten viele weitere Profijahre in Serbien, Norwegen, Spanien und der Türkei, bevor sie vergangene Saison nach Zug wechselte.

Die Schweiz sei schon etwas anderes. Der Stellenwert des Handballs sei im Vergleich mit anderen Ländern deutlich geringer. Hier spiele sie Handball aber wieder mit einem Lächeln, sagt Pavic. Im Profitum geht das nicht immer. Von Trainerseite wird es dort öfters mal laut – man muss einstecken können. Pavic sagt:

«Hier habe ich mehr Frieden mit dem Handball.»

Die Handballerin arbeitet neben ihrer handballerischen Tätigkeit bei Brühl noch in einem Fitnesscenter . Die Arbeit sei ihr wichtig. Pavic weiss, dass sie nicht immer vom Handball wird leben können. Auch wenn sie jetzt, laut eigener Aussage, im besten Handball­alter ist und noch lange weiterspielen möchte, bietet ein Job dennoch Sicherheit und Abwechslung.

Mit Brühl sind Pavics Ziele ambitioniert. Sie möchte nebst dem morgen stattfindenden Supercup gegen Nottwil auch die Meisterschaft sowie den Cup gewinnen. Im Europacup will sie Runde um Runde weiterkommen und auch ganz vorne mitspielen. Pavic ist sich sicher: «Wenn du keine hohen Ziele hast, kannst du auch gleich aufhören. Man muss sich immer die höchstmöglichen Ziele stecken, sonst erreichst du nie etwas.» Verlieren kann Pavic aber nicht. Nach einer Niederlage könne sie jeweils während drei Nächten nicht mehr schlafen.

Pavic kennt auch die Schattenseiten des Sports. Bereits zweimal hat sie sich nach einem Kreuzbandriss wieder zurückkämpfen müssen, schmerzfrei ist sie bis heute nicht.

«Schmerzen gehören für mich dazu. Ich mag das aber irgendwie.»

Wie gut man nach einer Verletzung wieder spiele, hänge nur mit dem Kopf zusammen. Das Knie halte ja, so Pavic.

Im Supercup gegen den Cupsieger

Am Sonntag trifft der LC Brühl im Supercup auf Spono Nottwil. Um 14.30 Uhr kommt es in Winterthur also gleich zu Beginn der Saison zur Begegnung zwischen dem Schweizer Meister und dem Cupsieger. Pavic gibt sich zuversichtlich: «Wenn wir gut zusammenspielen, können wir in dieser Saison gegen alle Teams gewinnen.»

Pavic kennt die Nottwilerinnen: «Sie haben mit Ivana Ljubas und Neli Irman zwei erfahrene Spielerinnen im Kader. Auf die müssen wir aufpassen.» Ansonsten wird morgen sicherlich ein grosses Augenmerk auf die Verteidigung gelegt werden. Wer in der Defensive weniger zulässt, wird das Spiel für sich entscheiden.

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