Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Sie hält fast alles

Florence Schelling ist die beste Eishockeytorhüterin der Welt. Der 2:1-Sieg gegen Schweden beschert der 28-Jährigen sogar einen olympischen Rekord.
Klaus Zaugg, Pyeongchang
Nach drei Olympiapartien liegt Florence Schellings Fangquote bei sagenhaften 97,5 Prozent. (Bild: Matt Slocum/AP)

Nach drei Olympiapartien liegt Florence Schellings Fangquote bei sagenhaften 97,5 Prozent. (Bild: Matt Slocum/AP)

Klaus Zaugg, Pyeongchang

Florence Schelling ist das Gesicht des Schweizer Frauenhockeys. Die Juniorin, die einst in der Nachwuchsabteilung der ZSC Lions mit den Buben spielte und mit 13 bereits ins richtige Nationalteam berufen wurde, ist inzwischen die beste Torhüterin der Welt. Sie war schon im All-Star-Team bei der WM und bei Olympischen Spielen, 2014 in Sotschi gar die wertvollste Spielerin des gesamten Turniers.

Mit ihr hat sich das Frauen­nationalteam stetig entwickelt. 2006 gelingt erstmals die Qualifikation für die olympischen Spiele. Seither sind die Schweizerinnen immer dabei. 2014 in Sotschi holten sie als vorläufige Krönung Bronze. Nun haben sie hier soeben gegen Schweden den dritten Sieg hintereinander gefeiert (2:1) und stehen im Viertelfinal. Es ist für Schelling der neunte Sieg bei einem olympischen Turnier. Keine andere Torhüterin hat so oft bei auf der olympischen Bühne gewonnen. Auch keine Kanadierin oder Amerikanerin. Ihre Fangquote hier beim aktuellen Turnier liegt nach drei Partien bei sagenhaften 97,50 Prozent. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sehr eine grosse Torhüterin ein Team besser macht.

Torjubel stets auch mit der Torhüterin

Eine kleine Geste zeigt, wie sehr alle wissen, was sie ihrer «letzten Frau» zu verdanken haben. Wenn die Schweizerinnen ein Tor erzielen, dann fahren die Spielerinnen, die sich auf dem Eis befinden, zum Abklatschen nicht nur an der Spielerbank vorbei, wie dies die Männer tun. Sie kurven auch alle zu ihrer Torhüterin. «Ich schätze das sehr» sagt Florence Schilling. «Ich bin ja auch ein Teil des Teams.»

Was macht die Stärke der Schwester von Lausannes Verteidiger Philippe Schelling aus? Sie ist kein wilder Spektakelgoalie. Vielmehr eine unheimlich ruhige «Blockerin», die praktisch keine Abpraller zulässt. Und wenn doch, dann weiss sie immer, wo der Puck ist. Wie eine Kombination von Martin Gerber der allerbesten Tage mit Leonardo Genoni. Und wenn sie nach dem Spiel vom Eis kommt, wirkt sie bei Interviews frisch und fröhlich, als komme sie gerade von einer Party. Es ist ein Zeichen für die grosse Leidenschaft, die alle grossen Spieler und Spielerinnen auszeichnet.

Ausnahmekarriere kann weitere zehn Jahre dauern

Florence Schelling ist erst 28 Jahre alt. Sie kommt bereits auf elf WM- und vier Olympia-Teilnahmen. Sie hat noch zehn gute Jahre vor sich. Ein Goalie mit ihrer Klasse kann sogar noch mit 40 bestes Hockey spielen. Sie hat alle Chancen, auf der Goalieposition zu werden, was Wayne Gretzky bei den Männern war: eine absolute Ausnahmeerscheinung, die nur noch ihre eigenen Rekorde übertrifft.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.