SFL-Mediensprecher Philippe Guggisberg: «Am Wochenende wird gespielt»

Die Swiss Football League hat entschieden, trotz der Coronafälle beim FC Zürich und den Grasshoppers die 30. Runde an diesem Wochenende durchzuführen. Somit tritt der FC St.Gallen am Sonntag gegen Servette an. Die Liga berät am Montag das weitere Vorgehen.

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St.Gallens Miro Muheim im vergangenen Oktober gegen Servettes Varol Tasar.

St.Gallens Miro Muheim im vergangenen Oktober gegen Servettes Varol Tasar.

Bild: Valentin Flauraud/Keystone

(pl) Am Freitag wurde das auf Samstag angesetzte Spiel zwischen dem FC Zürich und Sion verschoben, weil der Spieler Mirlind Kryeziu positiv auf das Coronavirus getestet worden war. In der Folge gab es Stimmen, die forderten, sämtliche Wochenendpartien zu verschieben. Philippe Guggisberg, der Mediensprecher der Swiss Football League (SFL), sagt nun gegenüber dem Ostschweizer TV-Sender TVO:

«Alle anderen Spiele der 30. Runde werden wie geplant stattfinden. Zu Beginn der nächsten Woche werden wir über die weiteren Szenarien beraten.»
Philippe Guggisberg, Mediensprecher Swiss Football League

Philippe Guggisberg, Mediensprecher Swiss Football League

Bild: Peter Schneider/Keystone

Das grundlegende Ziel sei es, die Saison fertig zu spielen: «Wir hoffen, dass wir den restlichen Betrieb aufrecht erhalten können, und die Spiele von Zürich und GC nach deren Quarantäne nachholen können», sagt Guggisberg.

So treffen am Samstag im Spitzenspiel wie geplant Basel und die Young Boys aufeinander. Am Sonntag stehen die Partien Servette – St.Gallen, Luzern – Lugano und Thun – Xamax auf dem Programm. Falls nichts Aussergewöhnliches mehr passiert.

Weitere Tests beim FC Zürich positiv

Die Absage der Partie zwischen Zürich und Sion war am Freitag indirekt über die kantonale Gesundheitsbehörde erfolgt. Diese schickte sämtliche Spieler und Staffmitglieder des Clubs, die beim Auswärtsspiel in Neuenburg vor Ort waren, umgehend in eine zehntägige Quarantäne.

Betroffen von der Massnahme ist auch die Partie des FC Zürich vom kommenden Dienstag in Basel. Diese kann aufgrund der Quarantäne ebenfalls nicht stattfinden. Am Samstag gab der FC Zürich zudem bekannt, dass weitere Tests positiv ausgefallen sind. Sie betreffen insgesamt sechs Spieler und drei Staff-Mitglieder. Sämtliche Personen befänden sich mittlerweile in häuslicher Isolation.

Auch in der Challenge League wurde am Freitag ein Coronafall bekannt, ebenfalls aus Zürich. GC-Spieler Amel Rustemoski wurde positiv getestet, nachdem dieser leichte Symptome verspürt hatte. Auch die Partie der Grasshoppers vom Freitagabend gegen Wil wurde daraufhin abgesagt.

Was das für den weiteren Ligabetrieb bedeutet, ist noch offen. Weil es im Kalender kaum Spielraum für Verschiebungen gibt, droht der Saisonabbruch.

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Patricia Loher