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SENSATION: Der Traum wird wahr

Rapperswil-Jona gewinnt den Cupfinal gegen Davos mit 7:2. Der ambitionierte Leader der NLB ist den Bündnern in allen Belangen überlegen.
Sergio Dudli, Rapperswil-Jona
Sicherer Rückhalt: Rapperswil-Jonas Torhüter Melvin Nyffeler wehrt einen Abschluss des Davosers Brandon Buck ab. (Bild: Melanie Duchene/KEY)

Sicherer Rückhalt: Rapperswil-Jonas Torhüter Melvin Nyffeler wehrt einen Abschluss des Davosers Brandon Buck ab. (Bild: Melanie Duchene/KEY)

In der 35. Minute herrschte eine gespenstische Stille in der St.Galler Kantonalbank Arena. Dank drei Toren in vier Minuten führte Rapperswil-Jona. der Leader der NLB, zu diesem Zeitpunkt des Cupfinals 5:1 gegen Davos. Es schien, als bräuchten die Zuschauer einen Moment, um zu realisieren, dass der Traum, als Aussenseiter den Cup zu gewinnen, in diesen Momenten Realität wurde.

Auch Rapperswil-Trainer Jeff Tomlinson traute dem Resultat auf der Anzeigetafel nicht. «Ich hatte nach dem 5:1 ein schlechtes Gefühl. Ich habe trotz des Vorsprungs nie geglaubt, dass wir den Cup gewinnen können.» Am Ende bejubelten die Ostschweizer einen 7:2-Sieg und kürten sich damit zum Cupsieger. Goalie Melvin Nyffeler, der mit starken Paraden das Rückgrat des Erfolgs war, fehlten nach dem Spiel die Worte. «Solange der Puck im Spiel ist, ist mein Kopf leer, weil ich so fokussiert bin. Jetzt brauche ich noch einen Augenblick, bis ich verstehe, was wir erreicht haben.» Mit einem Lächeln meinte der 23-Jährige, dass er sich eigentlich am liebsten hinlegen würde.

Del Curto hadert mit dem Spieltermin

Rapperswil-Jona zeigte von Beginn an, dass es bereit war, den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte einzufahren. Die St. Galler gingen aggressiver und mit mehr Willen an die Sache als die Davoser, die ihr sechstes Spiel innert acht Tagen bestritten. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als der Puck zum ersten Mal im Netz von Davos-Goalie Gilles Senn zappelte. Jared Aulin traf sehenswert in die hohe Ecke «Da habe ich gespürt, dass wir das Ding gewinnen können», so Nyffeler. Die Spieler von Davos-Trainer Arno del Curto kamen kurz nach der Hälfte des ersten Drittels in Überzahl zum glücklichen Ausgleich. Die St.Galler liessen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und gingen kurz vor der ersten Pause dank Dion Knelsen wieder in Führung. Erneut liessen die Davoser in der Defensive die nötige Aggressivität vermissen. Del Curto haderte nach dem Spiel mit der Terminierung des Finals. «Wenn die Verantwortlichen wollen, dass der Cup ernst genommen wird, kann es nicht sein, das wir 36 Stunden nach einer Doppelrunde hier spielen müssen.»

Im zweiten Drittel kamen dann die sinnbildlichen vier Minuten mit drei Toren der Rapperswiler. Zwei der Tore fielen in Überzahl, weil Enzo Corvi wegen einer Schwalbe und Fabian Heldner wegen Reklamierens leichtfertig auf die Strafbank wanderten. Auch ein Goalie-Wechsel brachte Davos nicht in die Spur: Keine Minute nach seiner Einwechslung musste Joren van Pot­telberghe den fünften Gegentreffer der Bündner hinnehmen. Letztlich ging es mit dem Stand von 5:2 in die zweite Pause.

Hinten Nyffeler, vorne effizient

Im letzten Drittel stellte Goalie Nyffeler mit seinen Paraden sicher, dass Davos nicht zurück in die Partie fand. «Mein Ziel ist es immer, mit einer guten Leistung meinem Team eine Chance zu geben, dass wir gewinnen können», so der 23-Jährige. Während Nyffeler hinten dicht machte, überzeugten die Rapperswiler in der Offensive mit der Effizienz eines Spitzenteams. Zwei Chancen, zwei Tore, lautete das Verdikt.

Nach der Pokalübergabe stürmten die Anhänger das Eis und feierten den Erfolg überschwänglich. Davos-Trainer Del Curto meinte: «Rapperswil-Jona hat einen grossartigen Torhüter, ein tolles Publikum und ein starkes Team. Ich denke, dass die Mannschaft gute Chancen hat, in die Nationalliga A aufzusteigen.»

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