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SEGELN: Neuseeland sinnt auf Revanche

Ab heute hat das Team New Zealand vor Bermuda die Gelegenheit, die Schmach von 2013 vergessen zu machen. Gegner Oracle USA tritt derweil mit einem Bonuspunkt zur Titelverteidigung des America’s Cup an.
Hans Leuenberger (sda)
Die Herausforderer aus Neuseeland (vorne) besitzen mehr Matchpraxis als die amerikanischen Titelverteidiger. (Bild: Gilles Martin-Raget/AP)

Die Herausforderer aus Neuseeland (vorne) besitzen mehr Matchpraxis als die amerikanischen Titelverteidiger. (Bild: Gilles Martin-Raget/AP)

Hans Leuenberger (SDA)

Mit einer der grössten Aufholjagden in der Sportgeschichte gewannen die Amerikaner vom Team Oracle USA vor vier Jahren den America’s Cup. 2013 vor San Francisco führte Neuseeland 8:1, konnte aber achtmal den entscheidenden neunten Punkt nicht holen. Stattdessen gelang dem Team Oracle mit dem 9:8-Sieg das Comeback. Von diesem Trauma will sich Team New Zealand nun befreien. Die erste Regatta ist auf heute Abend auf 19 Uhr Schweizer Zeit angesetzt.

«Wir sind hier, um den Cup zurück nach Neuseeland zu holen», sagte Peter Burling, der mit 26 Jahren jüngste Steuermann dieser Cup-Auflage. Sein Gegner wird Jimmy Spithill sein. Der Sieger wird in einer Best-of-13-Serie ermittelt, die USA starten aufgrund ihres Erfolgs in der Round Robin des Challenger Cups mit einem Bonuspunkt. Auf dem Matchblatt beginnen die Neuseeländer folglich bei minus eins. Das Rennen zwischen Neuseelands «Roter Rakete» namens «Aotearoa», Land der langen weissen Wolke, und Amerikas rot-schwarzer «17» endet, wenn ein Team sieben Siegpunkte erkämpft hat.

Für Deutschlands Segellegende Jochen Schümann, bei den Siegen von Alinghi 2003 und 2007 als Sportdirektor in Diensten der Schweizer tätig, hängt der Ausgang des Cups auch vom Wetter ab. «Bei Leichtwind glaube ich, dass sich die Kiwis gegen die Amerikaner durchsetzen können», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Die Titelverteidiger in der Favoritenrolle

Im Kampf um die älteste Trophäe im Sport sind die Amerikaner in der Favoritenrolle. Sie haben sich in der Round Robin – wenn auch knapp – durchgesetzt und bringen mehr Erfahrung im America’s Cup mit. Skipper Spithill steuert seinen dritten Triumph in Serie an. Der 37-jährige Australier im Sold der Amerikaner war 2010 mit Oracle selbst der jüngste Sieger in der Cup-Geschichte. Vor seinem sechsten Einsatz meinte er: «Wir stehen vor dem Kampf unseres Lebens.»

Die Hightech-Katamarane erheben sich auf sogenannten Foils – speziellen Tragflächen – aus dem Wasser und rasen wie Flugobjekte mit Geschwindigkeiten von gegen 90 Stundenkilometern über das Wasser. Als Vorteil für die Neuseeländer wird die Matchpraxis betrachtet. Sie schalteten im Playoff des Challenge Cups Grossbritannien und Schweden aus. Die Crew um 49er-Olympiasieger Burling erhielt somit wertvolle Testfahrten, um das Boot noch schneller zu machen. Den Amerikanern, die ihren insgesamt 30. Cup-Sieg seit der Premiere im Jahr 1851 anstreben, fehlte hingegen in den vergangenen Wochen der direkte Vergleich.

Seit 1851 haben mit den USA, Australien, Neuseeland und der Schweiz erst vier Nationen den «Auld Mug» gewonnen. Die Neuseeländer hoffen nach 1995 und 2000 auf ihren dritten Titel.

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