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Sechs statt vier: Eishockeyclubs entscheiden über die Ausländerfrage

Die zwölf Mannschaften der Schweizer Eishockey-NLA stimmen am Mittwoch darüber ab, ob in Zukunft sechs statt vier Ausländer im Kader sein dürfen. Ziel der Befürworter: tiefere Lohnkosten durch günstige Spieler ohne Schweizer Pass.
Sergio Dudli
Der Schwede Jonas Junland (hinten) ist der Topskorer der Liga. (Bild: KEY)

Der Schwede Jonas Junland (hinten) ist der Topskorer der Liga. (Bild: KEY)

Das Schweizer Eishockey nimmt sich am Mittwoch einer zentralen Frage an. Wie sollen die seit Jahren steigenden Lohnkosten eingedämmt werden? Es ist ein offenes Geheimnis, dass einige der besten Schweizer Spieler mittlerweile weit mehr als eine halbe Million Franken verdienen. Dadurch geraten die Clubs in einen Clinch: Entweder ziehen sie mit und bezahlen, was der Markt verlangt, oder sie verabschieden sich mit schlechterem Spielermaterial in das sportliche Niemandsland.

Gegner befürchten eine Kluft

Einige Clubs wollen nun, dass die Teams mit sechs statt vier Ausländern antreten dürfen. Ihre Argumentation: Spieler aus dem Ausland liefern für weniger Lohn die gleiche Leistung wie gestandene Akteure mit dem roten Pass. Verteilt auf die zwölf Mannschaften würden mit dieser Regelung 24 Kaderplätze für Ausländer frei werden, welche die teuren Schweizer ersetzen könnten.

Zu den Befürwortern der neuen Regeln gehören Bern, Lausanne, Servette und Davos. Ihnen gegenüber stehen die restlichen acht NLA-Clubs; die ZSC Lions, Zug, Langnau, Lugano, Biel, Ambrì, Rapperswil-Jona und Fribourg. Sie sehen in der Umverteilung mehr Gefahren als Chancen. Sie argumentieren, dass die finanziell besser gestellten Vereine keine Einsparungen tätigen, sondern noch mehr gute und teure Ausländer verpflichten würden. Bei einem solchen Wettbieten könnten die kleineren Vereine nicht mehr mithalten, die Kluft zwischen den Teams würde sich vergrössern.

Werden die jungen Schweizer verdrängt?

Zudem sehen die Gegner ein weiteres Problem: Die zusätzlichen Kaderplätze für Ausländer macht es für die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schwieriger, eine Chance in der ersten Mannschaft zu erhalten. Letztlich, so das Argument der Clubs, hätte dies sogar negative Auswirkung auf die Schweizer Nationalmannschaft. Damit der Antrag angenommen wird, müssen mindestens sieben der zwölf NLA-Vertreter zustimmen. Die Vereine aus der NLB sind nicht stimmberechtigt, da dort nur zwei ausländische Spieler pro Team eingesetzt werden dürfen.

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