SCK verliert in Griechenland

Das Champions League-Abenteuer des SC Kreuzlingen hat wenig überraschend mit einer Niederlage begonnen. Gegen Olympiakos Piraeus verlor der SCK deutlich mit 5:15.

Roland Keller
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WASSERBALL. Dass die Früchte in der Champions League hoch hängen würden, wusste man beim SCK schon vor dem Beginn der Gruppenphase. Als erstes Schweizer Team überhaupt spielen die Kreuzlinger im Reigen der 22 qualifizierten Teams als Aussenseiter. Im ersten Spiel traf man mit Olympiakos Piraeus auf einen namhaften Gegner.

Der grösste griechische Sportverein, dessen Fussballabteilung ebenfalls europaweit ein Begriff ist, kann im Wasserball auf 26 Meistertitel zurückblicken. Die aktuelle Mannschaft ist zwar nicht mehr ganz so stark einzuschätzen wie das Super-Cup-Siegerteam von 2002, trotzdem können die Verantwortlichen auf acht Olympioniken von London 2012 zurückgreifen.

Berücksichtigt man dieses Renommée, kann der Klassenunterschied von gestern nicht weiter überraschen. Die Griechen konnten vor eigenem Publikum das Spiel von Beginn weg kontrollieren. Nach dem ersten Abschnitt führte Piraeus mit 3:1.

Auch im weiteren Verlauf kam der SCK einer Überraschung nicht näher. Was die Thurgauer zeigten, war aber trotz deutlichem Rückstand beachtlich. Allen voran glänzte Torwart Predrag Spasojevic mit unzähligen Paraden und rettete den Kreuzlingern in manchen Angriffen das bessere Resultat. Auch die Offensivabteilung traf insgesamt fünfmal und hatte sich sogar noch die eine oder andere Topchance mehr erarbeitet. Mit Raschle und Pleyer trugen sich zwei Youngsters in die Torschützenliste ein. Die körperlichen und technischen Unterschiede konnten die Gäste allerdings nicht zu jeder Zeit überspielen. Ballverluste im Spielaufbau und Schwierigkeiten gegen das Pressing der Griechen zeigten den Klassenunterschied in verschiedenen Situationen erbarmungslos. Mit der am Ende resultierenden 5:15-Niederlage kann die Mannschaft von Trainer Sirko Roehl dennoch zufrieden sein.