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SCHWINGEN: Klammheimlich aufgeholt

Lange Zeit nimmt man am Unspunnenfest in Interlaken kaum Kenntnis von Domenic Schneider. Am Ende aber steht der 23-jährige Thurgauer als bester Nordostschweizer da – noch vor Daniel Bösch.
Matthias Hafen/Esther Lüthi
Domenic Schneider (rechts) besiegt im sechsten Gang den Eidgenossen Sven Schurtenberger. (Bild: Lorenz Reifler)

Domenic Schneider (rechts) besiegt im sechsten Gang den Eidgenossen Sven Schurtenberger. (Bild: Lorenz Reifler)

Matthias Hafen/Esther Lüthi

sport

@thurgauerzeitung.ch

Ein Gestellter zum Auftakt gegen den Eidgenossen Philipp Roth und eine überraschende Niederlage im zweiten Gang gegen den Westschweizer Johann Borcard warfen Domenic Schneider am Unspunnen-Schwinget schon früh vom Favoritenkarussell. So, dass man für den Rest des Tages kaum mehr Kenntnis von der grössten Thurgauer Hoffnung nahm. Nach dem Forfait von Samuel Giger hatte man Schneider am meisten zugetraut innerhalb der Thurgauer Delegation.

Tatsächlich kämpfte sich der Sennenschwinger aus Friltschen vor 15800 Zuschauern in Interlaken zurück. Klammheimlich und im langen Schatten der Diskussionen, wer denn überhaupt diesen Stucki Christian bodigen sollte, machte der Nordostschweizer Boden gut. Am Ende stand Domenic Schneider gar als bester Schwinger des NOSV da – vor Titelverteidiger und Mitfavorit Daniel Bösch.

Zweimal die Maximalnote

Natürlich gebührt ihm diese Ehre, weil Armon Orlik im sechsten Gang verletzungsbedingt aufhören musste. Und mit zweimal 8,75 Punkten konnte Domenic Schneider schon nach den ersten zwei Gängen nicht mehr um den Festsieg mitreden. Logisch, dass er deswegen nicht mehr die stärksten Gegner vorgesetzt bekam. Doch Schneiders Leistung am Unspunnenfest 2017 ist nicht zu unterschätzen. Im sechsten Gang besiegte er den Eidgenossen Sven Schurtenberger mit der Maximalnote. Jenen Schurtenberger notabene, der eine Runde zuvor mit dem Berner Christian Stucki gestellt hatte und dem Topfavoriten als Einziger ein Unentschieden abringen konnte. Alleine das zeigt, wie gross Potenzial und Kämpferherz von Domenic Schneider sind. Weil er zuvor schon einmal die Maximalnote geholt hatte, resultierte am Ende Rang 4a mit 57,00 Punkten. Nicht wunschgemäss lief es ­Mario Schneider, der mit 55,50 Punkten auf Rang 10h kam. ­Tobias Krähenbühl erwischte in Interlaken einen Kaltstart, er verlor die ersten zwei Gänge, rehabilitierte sich mit 55,00 Punkten und Rang 12b aber doch noch für den schwachen Auftritt eine Woche zuvor auf der Schwägalp. Stefan Burkhalter klassierte sich bei seiner vierten Unspunnen-Teilnahme mit 54,50 Punkten auf Rang 14a. Er geriet nach drei ­Gestellten und zwei Siegen im sechsten Gang in den Fokus der TV-Kameras, als er sich von Schwingerkönig Matthias Sempach bodigen lassen musste. Michael Steiner schliesslich klassierte sich mit einem Sieg, drei Gestellten und zwei Niederlagen auf Rang 17e (53,75 Punkte).

Saisonabschlussfeier

Der Thurgauer Schwingerverband organisiert am Freitag ab 19 Uhr an der Bahnhofstrasse in Märstetten ein Fest mit den Unspunnen-Teilnehmern 2017.

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