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SCHWINGEN: Einst zwei Könige besiegt

Ernst Gähwiler ist fest in der Schwingerszene verankert. Früher war er selbst aktiv, heute geniesst er das Rundherum. Der Zihlschlachter ist die starke Hand im Hintergrund des diesjährigen Thurgauer Kantonalen.
Ralf Rüthemann
Ernst Gähwiler vor seinem Kranzkasten. Auf dem Bild im Hintergrund ist er in jüngeren Jahren zu sehen. (Bild: Reto Martin)

Ernst Gähwiler vor seinem Kranzkasten. Auf dem Bild im Hintergrund ist er in jüngeren Jahren zu sehen. (Bild: Reto Martin)

Ralf Rüthemann

sport@thurgauerzeitung.ch

In Ernst Gähwilers aktiver Schwingerkarriere gab es nur eine einzige Enttäuschung: «Am Nordostschweizerischen in Amriswil, also quasi vor meiner Haustüre, hatte ich meinen Gegner im letzten Gang um den Kranz bereits auf dem Rücken», erzählt der Zihlschlachter. Die Jury sah dies anders, und der Kampf endete am Schluss gestellt, wodurch Gähwiler um seinen Kranz gebracht wurde. «Damals war ich schon ziemlich enttäuscht, ansonsten kann ich aber wirklich nichts Negatives über meine Zeit als aktiver Schwinger sagen.»

Der heute 66-Jährige hat es auf gut 20 Kränze gebracht. Ein Vergleich mit den heutigen Schwingern wäre aber unangebracht, da die Schwinger früher wesentlich weniger Möglichkeiten hatten, Kränze zu sammeln. Gähwilers aktive Karriere dauerte von 1970 bis 1978. In dieser Zeit nahm er an drei Eidgenössischen teil: in La Chaux-de-Fonds, Schwyz und Basel. Gähwiler ­hatte seinen eigenen speziellen Schwung, nämlich den Armzug. Mit diesem Griff brachte er damals zwei Schwingerkönige auf den Rücken: Arnold Ehrensberger und Ernst Schläpfer. «Leider wird der Armzug heute nicht mehr oft angewendet, da das Risiko ziemlich gross ist, dass man selber auf dem Rücken landet», sagt Gähwiler.

Er lässt sich kaum ein Fest entgehen

Heute ist Gähwiler immer noch ein grosser Fan des Schwingsports und lässt sich kaum ein Schwingfest entgehen. Sein Favorit – nebst den Schwingern aus dem Oberthurgau – ist Samuel Giger. «Ich finde seine ruhige Art faszinierend – und das in seinem Alter», sagt Gähwiler. «Zudem will er keine Sponsoren, bis er die Lehre abgeschlossen hat. Und das obwohl er bestimmt kein Problem hätte, Sponsoren zu finden. Das finde ich sehr sympathisch.» Gähwiler ist allgemein ein Verfechter des Schwingsports ohne Sponsoren. «Es wäre schade, wenn es irgendwann nur noch Profischwinger geben würde, die nur noch an den grossen Festen teilnehmen.»

Das Kantonale gleich vor der Haustüre

Die nächste grosse Station in Ernst Gähwilers Agenda ist das Thurgauer Kantonale Schwingfest am 30. April vor seiner eigenen Haustüre in Zihlschlacht. Das Fest, organisiert vom TV Zihlschlacht, wurde 1986 zum bislang letzten Mal in Zihlschlacht durchgeführt. Ernst Gähwiler war damals im OK, heute fungiert er noch als starke Hand im Hintergrund.

Aufgrund einer Regeländerung seitens des Schwingverbandes werden dieses Jahr aus praktisch allen NOS-Gegenden Spitzenschwinger zum Wettkampf in Zihlschlacht antreten. Klingende Namen wie Armon Orlik, Michael Bless oder Samir Leupi haben ihre Zusage bereits gegeben. Zudem darf mit weiteren Hochkarätern wie Samuel Giger, Daniel Bösch und Nöldi Forrer gerechnet werden.

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