SCHWINGEN: Burkhalters 100. überstrahlt Thurgauer Bilanz

Selbst Supertalent Samuel Giger am Berner Kantonalen stand für einmal im Schatten des Routiniers Stefan Burkhalter. Der 43-jährige Landwirt aus Homburg gewann auf der Rigi seinen 100. Kranz – ein Meilenstein in Burkhalters Karriere.

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Stefan Burkhalter (rechts) gegen Joel Wicki. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Stefan Burkhalter (rechts) gegen Joel Wicki. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Stefan Burkhalter ist im 100er-Club, als erst 23. Schwinger in der Geschichte dieses Sports. Der 43-jährige Homburger gewann beim Bergklassiker auf der Rigi seinen 100. Kranz. Burkhalter stellte zu Tagesbeginn mit René Suppiger. Gegen Christian Bucher verbuchte er dann seinen ersten Sieg. Im dritten Gang musste er sich Joel Wicki geschlagen geben, der sich später im Schlussgang so stark verletzte, dass er mit dem Helikopter abtransportiert werden musste. Es sollte die einzige Niederlage Burkhalters bleiben an diesem Tag. Die Gänge vier, fünf und sechs gewann der Routinier mit der Höchstnote, so dass Burkhalter auf Schlussrang 3c zum 100. Mal zur Krönung vor die Ehrendamen treten durfte.

Mario Schneider aus Schönenberg an der Thur trat die Heimreise von der Rigi ebenfalls kranzgeschmückt an. Mit einem Sieg über Lutz Scheuber im ersten Gang begann für ihn der Tag ideal. Vor der Mittagspause musste sich Schneider noch vom Eidgenossen Sven Schurtenberger das Sägemehl abwischen lassen. Im dritten Gang gegen Simon Zimmermann behielt er wieder die Oberhand. Marcel Mathis rang er einen Gestellten ab. Im fünften Gang gegen Urs Doppmann holte sich Mario Schneider die Höchstnote. Und nach einem weiteren Erfolg mit Höchstnote gegen Philipp Schuler rangierte der Schönenberger punktgleich mit Burkhalter auf Rang 3b.

Auch am Berner Kantonalschwingfest im Emmental holten zwei Thurgauer Gäste je einen Kranz. Allerdings wurde Samuel Giger, heuer schon dreifacher Festsieger, von den starken Bernern zurückgebunden. Der Ottoberger verlor zum Auftakt deutlich gegen Schwingerkönig Matthias Sempach. Im dritten Gang musste Giger überdies dem Emmentaler Nichteidgenossen Fritz Ramseier ein Unentschieden zugestehen. Giger klassierte sich auf einem Kranzrang. Ab dem zweiten Gang bekam er es aber mit keinem weiteren Eidgenossen mehr zu tun.

Domenic Schneider aus Fril-tschen verlor zum Auftakt gegen den Eidgenossen Christian Stucki. Gegen Lorenz Waber holte er sich den ersten Sieg. Mit Patrick Gobeli aus Matten stellte er. Im vierten Gang gegen Martin Sommer siegte Schneider wieder, wie auch im fünften gegen Marcel Wenger und im sechsten gegen Hanspeter Luginbühl. Auf Rang 4c war er noch vor Giger (5b) klassiert.

Esther Lüthi