SCHWINGEN: Burkhalter zum Vierten

Die Thurgauer entsenden am Sonntag eine interessante Fraktion ans Unspunnenfest. Marco Oettli ersetzt Arnold Forrer.

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Trotz Kranzgewinn verlief die Hauptprobe für Samuel Giger auf der Schwägalp durchzogen. Am Unspunnen-Schwinget vom Sonntag, dem Saisonhöhepunkt der Schwinger, gehört der 19-jährige Ottoberger zu den Mitfavoriten. Zum Auftakt bekommt es Giger mit dem Innerschweizer Marcel Mathis zu tun. Domenic Schneider aus Friltschen werden in Interlaken höchstens Aussenseiterchancen eingeräumt. Der 23-Jährige, der zurzeit eine Zweitausbildung zum Landwirt macht, holte auf der Schwägalp wie Giger den Kranz.

Zum Thurgauer Team in Interlaken gehört auch Stefan Burkhalter. Der 43-jährige Homburg nimmt bereits zum vierten Mal am Unspunnen-Schwinget teil – an einem Fest, notabene, das nur alle sechs Jahre stattfindet. Burkhalter, der bei 101 Kränzen steht, nennt Kurz, Gammen und seinen Spezial-Schwung als seine Waffen. Der Güttinger Beni Notz gehört mit 33 Jahren auch zu den Routiniers. Seine ruhige und besonnene Art hilft den Thurgauern immer wieder für den Teamerfolg. Der 29-jährige Frauenfelder Tobias Krähenbühl trat in diesem Jahr schon viermal vor die Ehrendamen und will in Interlaken den enttäuschenden Auftritt auf der Schwägalp vergessen ­machen.

Die beiden NOS-Kranzer Mario Schneider und Michael Steiner sind ebenfalls mit dabei. Zu Schneiders grössten Erfolgen zählt der Kranz auf dem Weissenstein 2013. Der wendige Steiner zählt zu seinen bevorzugten Schwüngen den Kurz-Fussstich. Nicht ohne ist auch seine wendige Bodenarbeit. Marco Oettli aus Bussnang, der im vergangenen Jahr seine Lehre als Heizungsmonteur abgeschlossen hat, rückt nach Arnold Forrers Forfait von der Ersatzliste nach. (lue)