Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHWINGEN: Bösch lässt die Muskeln spielen

Daniel Bösch heisst der Sieger des Bergkranzfests auf der Schwägalp. Der Zuzwiler bezwingt im Schlussgang den Berner Gast Thomas Sempach. Damit stellt Bösch eine Woche vor dem Unspunnen-Schwinget seine Form unter Beweis.
Ives Bruggmann, Schwägalp

Ives Bruggmann, Schwägalp

Es war ein Bild mit Symbolcharakter: Daniel Bösch wirft seinen Kopfschutz weg, nachdem er diesen im zermürbenden Bodenkampf gegen Thomas Sempach verloren hat. Der Berner Bodenspezialist hatte versucht, den 135 kg schweren Hünen zu fixieren und auf den Rücken zu drehen. Doch Bösch hielt dagegen und rettete sich an den Platzrand.

Als die beiden Schlussgangteilnehmer wieder zusammengriffen – Bösch nun ohne Kopfschutz –, schien sich das Blatt zu wenden. Sempach geriet mehr und mehr in die Defensive. In der sechsten Minute schliesslich lancierte Bösch den entscheidenden Angriff. Seinem Kurzschwung war Sempach nicht mehr gewachsen. Immerhin bleibt dem Sieger von 2008 Rang vier und die Gewissheit, jedem Gegner gefährlich werden zu können. So bezwang der routinierte Emmentaler die Nordostschweizer Eidgenossen Michael Bless, Roger Rychen und Armon Orlik.

Böschs perfekter Start in den Tag

Bösch hatte bereits am Morgen seine blendende Verfassung unter Beweis gestellt. Gegen die gefährlichen Berner Simon Anderegg und Florian Gnägi siegte er genauso mit der Maximalnote zehn wie gegen den Zürcher Samir Leuppi. So belegte der 29-jährige gebürtige Toggenburger bereits bei Hälfte des Bergfests souverän den ersten Rang. Nach der Mittagspause schaffte es der dritte Berner Gegner, dem 1,93 m grossen Bösch einen Gestellten abzuringen. Mit dem Plattwurf gegen den Südwestschweizer Marc Gottofrey stellte Bösch jedoch die Schlussgangqualifikation ohne grössere Probleme sicher.

Der Bündner Orlik sass dem Ranglistenführer Bösch lange im Nacken. Doch im vierten Gang gegen Sempach lief er in einen Konter des Berners. Weil Sempach die Direktbegegnung mit dem nach fünf Gängen punktgleichen Orlik für sich entschied und auf seinem Notenblatt mehr Eidgenossen standen, entschied sich das Kampfgericht für Sempach als Schlussganggegner Böschs. Weil Orlik seinen sechsten Gang gegen Anderegg mit der Note zehn gewann, durfte er nochmals kurz mit dem Festsieg liebäugeln. Doch am Ende landete Orlik mit fünf Siegen und einer Niederlage auf Rang zwei.

Die Berner Gäste, die im Vorfeld teilweise als B-Mannschaft betitelt wurden, erwiesen sich als äusserst zähe Gegner für die Nordostschweizer. Die Gastgeber mussten ihnen nicht nur die Schlussgangteilnahme, sondern auch sechs Kränze überlassen.

Appenzeller Verletzungspech

Bereits nach dem gestellten ersten Gang musste Raphael Zwyssig das Fest beenden. Eine Kapselverletzung am Finger beeinträchtigte ihn beim Greifen zu sehr und verursachte zudem grosse Schmerzen. Gar mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung musste Martin Hersche nach zwei Gängen Forfait erklären. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Hersche befand sich in der Form seines Lebens und auch auf der Schwägalp startete er furios.

Der Thurgauer Mitfavorit und Vorjahressieger Samuel Giger klassierte sich nach einem für ihn durchwachsenen Fest auf Rang vier.

Im Hinblick auf den Unspunnen-Schwinget in einer Woche offenbarte das Nordostschweizer Team zwar einige Schwächen. Trotzdem dürfen sich Giger und Orlik Hoffnungen aufgrund ihrer Klasse berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Nach der gestrigen Leistung steigt auch Bösch in die Kategorie der Topfavoriten auf.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.