Schweizerinnen auf fremde Hilfe angewiesen

An der Frauen-WM im südkoreanischen Gangneung können die Schweizerinnen die Playoffs nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Nach dem 8:2-Sieg gegen die USA verlor das Team um Skip Mirjam Ott das wichtige Spiel gegen Schweden mit 6:8.

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 Die Schweizerinnen sind nun auf fremde Hilfe angewiesen. Sie benötigen wohl heute zum Abschluss der Round Robin zwei Erfolge gegen Aussenseiter Italien und Titelverteidiger Kanada. Sehr wahrscheinlich würde schon eine Niederlage das vorzeitige Aus bedeuten.

Das Schweizer Team um Skip Mirjam Ott hoffte in der Nacht auf heute auf eine Niederlage der viertplazierten Schwedinnen gegen Leader China. Dann läge zumindest die Qualifikation für die Tiebreak-Spiele in Reichweite.

Wechsel im Team

Am fünften Wettkampftag kam es bei den Schweizerinnen zu einem Wechsel. Für Second Valeria Spälty, die bislang in Südkorea unter ihren Möglichkeiten geblieben ist, rückte Alternate Carmen Küng ins Team. Küng hatte die zu Ende gegangene Schweizer Meisterschaft in der Equipe von Silvana Tirinzoni absolviert. «Mit dieser Rochade wollten wir bewirken, dass ein Ruck durch das Team geht», sagte Beat Jäggi, Chef Leistungssport von Swiss Curling. Die Massnahme schien sich auszubezahlen. Die Amerikanerinnen waren chancenlos, nachdem sie zuvor vier Mal in Folge gewonnen hatten. Debbie McCormick gab nach dem siebten End auf.

Fehlende Konstanz

Gegen Olympiasieger Schweden konnten die Schweizerinnen allerdings nicht an die im Spiel gegen die USA gezeigte starke Leistung anknüpfen. Schon im ersten End gerieten sie gegen die Equipe von Skip Anette Norberg wegen Fehlsteinen mit 0:3 in Rückstand. Zwar schafften sie im neunten End den Ausgleich zum 6:6, die Hypothek aus der Anfangsphase wog jedoch zu schwer. Den Schweizerinnen fehlte es auch gestern an der nötigen Konstanz. Im Dezember hatten sie die Schwedinnen vor deren Publikum im EM-Final von Örnsköldsvik bezwungen. (si)

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