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Schweizer Sprinterflaute

Der Kurs der Strassen-WM vom Sonntag ist flach. Es kommt wohl zu einer Spurtentscheidung mit vielen Fahrern. Deshalb sind die Schweizer chancenlos.
Daniel Good

Das Strassenrennen der Elite an der Rad-WM in Qatar findet am Sonntag auf einem topfebenen Parcours statt. Im Kampf um den Sieg ist mit einem Massenspurt zu rechnen. Deshalb tendieren die Chancen der Schweizer, erstmals seit 1998 wieder einen Strassenweltmeister zu stellen, gegen Null. Denn Schweizer können nicht spurten. Ausnahmen wie Urs Freuler bestätigen die Regel. Der heute 57jährige Glarner entschied 1981 in Bordeaux die siebte Etappe der Tour de France im Massensprint für sich. Vor den belgischen Starsprintern Freddy Maertens und Eddy Planckaert. Zwischen 1982 und 1989 gewann Freuler auch 15 Etappen im Giro d'Italia.

Doppelt aussortiert im Land

Aber Schweizer Siege in einem Spurt des Feldes sind selten. Vor und nach der grossen Zeit von Freuler hatten die Schweizer Profis in Massensprints nicht mehr viel auszurichten. Auch Rolf Järmann, wie Freuler Etappensieger an der Tour de France und im Giro, gewann bloss einen Massenspurt – als 20jähriger Amateur an der Meisterschaft von Zürich, als es nur noch um den zweiten Platz ging. «Sprinter waren in der Schweiz noch nie geachtet. Ausser Urs Freuler gab es keinen, der sich in Massensprints regelmässig durchsetzen konnte», sagt Järmann. Der heute in Sevelen wohnende Thurgauer war bis Ende 1999 ein erfolgreicher Radprofi auf der Strasse.

Die Rennen in der Schweiz sind meistens anspruchsvoll. Es geht häufig bergauf. Aber Fahrer mit Qualitäten im Sprint sind in der Regel in den Steigungen schwach. «Deshalb werden endschnelle Fahrer früh aussortiert. Zuerst in den Rennen, weil sie nicht über die Anstiege kommen. Und dann in der Karriere, die sie auf Grund von Misserfolgen beenden», sagt der heute 50jährige Järmann.

Hoffnung durch Bahnfahrer

Abhilfe schaffen könnten jene Schweizer Fahrer, die derzeit auf der Bahn aktiv sind. «Wenn einer von ihnen auf die Strasse wechselt, könnte er es in den Sprints zu etwas bringen», sagt Järmann. Freuler war ein Meister auf der Bahn. Er wurde zehnmal Weltmeister im Punktefahren.

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