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Equipenchef Andy Kistler: «Ohne Klassepferde wären Spitzenresultate ausgeblieben»

18 Jahre nach dem Olympia-Mannschaftsilber in Sydney sind die Schweizer Springreiter wieder da, wo sie einmal waren. Breit aufgestellt und ganz vorne in der Weltspitze. Andy Kistler, der Schweizer Equipenchef, über Steve Guerdat und Martin Fuchs, Weltklassepferde sowie Rückschläge.
Interview: Peter Wyrsch
Andy Kistler, Equipenchef der Schweizer Springreiter, am CSIO St. Gallen (Bild: Luca Linder)

Andy Kistler, Equipenchef der Schweizer Springreiter, am CSIO St. Gallen (Bild: Luca Linder)

Die Baumeister der Grosserfolge in diesem Jahr sind mannigfaltig: Es sind nicht nur die in der Ostschweiz ansässigen Weltklassereiter Steve Guerdat und Martin Fuchs, sondern viele Faktoren sind massgebend für den Wiederaufschwung und den Vorstoss an die Weltspitze.

Andy Kistler, die Bilanz von 2018 fällt hervorragend aus.

Wir haben all unsere Hauptziele erreicht, ja sogar übertroffen. Höhepunkte waren die WM-Einzelmedaillen von Martin Fuchs und Steve Guerdat, die mit Clooney respektive Bianca in Tyron Silber und Bronze gewannen. Sie holten die ersten Einzelmedaillen von Schweizer Springreitern an Weltmeisterschaften. Dazu stellen wir wie im Vorjahr mit Steve Guerdat und seinen zehn Nullfehlerritten in Nationenpreisen den weltweit besten Teamreiter. Fuchs und Guerdat schafften den Sprung unter die Top zehn der Weltrangliste. Und schliesslich schafft die Mannschaft vorzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Sind für den Vorstoss allein Guerdat und Fuchs verantwortlich?

Sie sind die Leader und reissen die ganze Equipe mit. Zu ihr gehören auch andere Reiter wie Janika Sprunger, Paul Estermann, Werner Muff, Beat Mändli, Alain Jufer, Niklaus Rutschi oder Pius Schwizer. Und natürlich die Pferde. Ohne Klassepferde, die uns treue Besitzer zur Verfügung stellen, wären Spitzenresultate ausgeblieben. Und äusserst wertvoll ist die Unterstützung von Nationalcoach Thomas Fuchs und Tierarzt Thomas Wagner.

Es fehlt aber ein prestigeträchtiger Nationenpreissieg in der Eliteliga.

Jetzt suchen wir schon die Nadel im Heuhaufen. Immerhin gewannen wir den Nationenpreis­auftakt in Samorin und belegten auch den Spitzenplatz am 4-Sterne-CSI in Rabat. Wir waren regelmässig auf dem Podest: Zweite in St. Gallen und Rom, Dritte in La Baule und Rotterdam und Vierte in Aachen und dies mit nur drei Reitern. Die Nationenpreis-Qualifikation beendeten wir in der Spitzenliga auf Rang drei.

Gab es auch Rückschläge?

Das ist im Sport so. Der Super-GAU geschah im entscheidenden Springen an der WM in Tryon. Wir führten nach zwei Wertungsprüfungen deutlich. Gold – oder mindestens eine Medaille – lag bereit. Wir scheiterten und wurden enttäuschende Vierte. Wir haben eine Jahrzehntchance verpasst. Auch im Nationenpreis­final in Barcelona erfüllten sich unsere Erwartungen mit Rang acht nicht.

Ist die Spitze breiter geworden?

Junge Reiter und erfreulicherweise auch Romands rücken nach. Ich denke an Schweizer Meister Bryan Balsiger, Anthony Bourquard, Yannick Jorand, aber auch an Elian Baumann oder Barbara Schnieper, die Aufsteigerin des Jahres. Sie gehören dem erweiterten Elitekader an, das nach dem Ausscheiden von Christina Liebherr und Daniel Etter 25 Reiter und zwei Espoirs umfasst.

Was sind die Ziele 2019?

Die EM in Rotterdam, wo wir erneut Medaillen gewinnen wollen. Das Fernziel ist aber Tokio 2000. Da werden nur noch drei Paare pro Nation in der Mannschaftsentscheidung antreten. Ein Streichresultat fällt weg.

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