Schweizer Siegesserie

Mit dem fünften Erfolg in Serie und der Zwischenbilanz von 6:1 Siegen verbessern die Schweizer Curlerinnen um Skip Binia Feltscher ihre Position an der WM in Kanada weiter.

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Der Schweizer Skip Binia Feltscher überzeugt an der WM in Kanada. (Bild: ap/Jonathan Hayward)

Der Schweizer Skip Binia Feltscher überzeugt an der WM in Kanada. (Bild: ap/Jonathan Hayward)

CURLING. Fünf Siege bedeuten die viertlängste Serie, die je einem Schweizer Frauenteam an einem WM-Turnier geglückt ist. Nur Bern-Egghölzli 1983 mit sieben Siegen, Basel Albeina 1979 mit acht und Baden Regio vor einem Jahr mit neun Siegen am Stück blieben noch länger ohne Niederlage. Diese drei Teams wurden hernach Weltmeister. Die jetzige Serie der Flimserinnen an der WM im kanadischen Swift Current ist noch am Laufen. Im Spiel gegen Japan zeigten Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Skip Binia Feltscher eine weitere erstklassige Leistung. Die Weltmeisterinnen von 2014 des CC Flims waren von Beginn an dominierend. Sie legten mit einem Stein von Feltscher früh ein Zweierhaus vor und gewannen 7:4.

Dreimal knapp, aber souverän

In drei von bislang sieben Spielen waren die Schweizer Curlerinnen an der diesjährigen WM in die knappste Entscheidung involviert. Dreimal – gegen die USA, Dänemark und Schweden – stiegen sie bei unentschiedenem Spielstand und dem Vorteil des letzten Steins ins zehnte End. Ein solches End hat exakt den Charakter eines Zusatz-Ends und ist für den Skip üblicherweise nervenaufreibend.

Binia Feltschers Lob

Skip Feltscher hatte jedoch in allen drei Partien keinen Anlass, nervös zu werden. «Meine Mitspielerinnen waren in diesen Ends so stark, dass ich am Schluss nur noch relativ einfache Steine bringen musste. Sie haben wirklich toll gespielt.» Das Kompliment der Flimserin zeigt, dass nicht immer nur die Nummer vier, in der Regel der Skip, eine Partie entscheiden muss. Im modernen Curling sind gerade die Spielerinnen und Spieler auf den Positionen eins und zwei eminent wichtig. Ein ähnliches Beispiel demonstrierten die Schweizerinnen im Spiel gegen Japan, als sie im zehnten End 7:4 führten. Der Schweizer Nummer zwei Kaufmann glückte ein sehr schwieriges Doppel-Clearing, mit dem sie zwei weit versetzte Guardsteine der Japanerinnen entfernte. (sda)