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Schweizer setzen Glanzlichter

Selina Büchel steigert sich an den Europameisterschaften und qualifiziert sich überzeugend für den Final. Das einzige Vorzeigeresultat aus Schweizer Sicht realisiert die Hallen-Europameisterin indes nicht.
Jörg Greb, Berlin
Bestechender Auftritt über 400 m Hürden: Lea Sprunger. (Bild: Srdjan Suki/EPA (Berlin, 8. August 2018))

Bestechender Auftritt über 400 m Hürden: Lea Sprunger. (Bild: Srdjan Suki/EPA (Berlin, 8. August 2018))

Das Selbstvertrauen ist zurück bei der 25-jährigen zweifachen Hallen-Europameisterin Selina Büchel. «Die ungesunde Nervosität vor dem Vorlauf und die Ungewissheit über den eigenen Formstand sind nun wie weggeblasen», sagte Büchel nach ihrem Halbfinal. Und dieses Selbstverständnis, diese Sicherheit widerspiegelte sich im Rennen über die beiden Bahnrunden. Die Toggenburgerin liess sich durch die gemächliche Gangart nicht beirren, obwohl ihr solche taktischen Auseinandersetzungen nicht besonders zusagen.

Büchel blieb ruhig, lief an der Innenkannte und konnte hinterher feststellen: «Es ist alles aufgegangen.» Platz drei belegte sie in ihrer Serie und qualifizierte sich so direkt für den Final vom Freitag. Der Abstand zu den Nächstfolgenden war beträchtlich. Und Büchel atmete auf: «Jetzt ist alles gut, dieses Gefühl werde ich mitnehmen, jetzt ist vieles möglich.» Auch für eine Athletin wie sie, so betonte die EM-Vierte von 2016, sei der «Final eine grosse Hürde». Bereit fühlt sie sich. Die Begeisterung wird sie tragen.

Lea Sprunger ist gewarnt

Bereits jetzt auf allerhöchstem Level präsentierten sich Lea Sprunger und Alex Wilson. Sprunger zeigte über 400 m Hürden eine bestechende Leistung. Sie gewann ihren Halbfinal in 55,04 Sekunden. Und sie strahlte hinterher grosse Selbstsicherheit und Zufriedenheit aus. Sie sagte mit Blick auf den Final vom Freitag: «Das wird spannend.» Sie spricht damit die Dänin Sara Slott Petersen und die Tschechin Zuzana Hejnova an. Beide waren zuletzt Europameisterinnen, beide schieden aus. «Ich bekomme es mit neuen, unbekannten Widersacherinnen zu tun», sagte Sprunger und meinte vor allem die Ukrainerin Anna Ryschykowa, die Schnellste im Halbfinal. Vor dem Showdown macht die Schweizerin Steigerungspotenzial aus: «Ich lief die ersten 200 Meter etwas zu passiv. Mit dem Adrenalin wird mir das im Final gewiss nicht passieren.»

Grosse Ansage von Alex Wilson

Sieger des dritten 200-m-Halbfinals war Alex Wilson. In 20,16 Sekunden blieb er nur zwei Hundertstel über seinem Schweiz Rekord von Mitte Juli. Und er war schneller als sämtliche Konkurrenten. «Was kündigte ich Anfang Saison an?», fragte der 27-jährige Basler. Von einer EM-Medaille sprach er, je wertvoller, desto besser. Sein Halbfinalrennen sah er als Beweis «meines steten Glaubens an mich». Gezeigt habe er, was in ihm stecke. Dabei glückte ihm ein vorzüglicher Kurvenlauf, der es ihm auf der Zielgeraden erlaubte, nicht alles aus seinem Körper herauszulocken. «Bin ich in der Kurve dabei, wissen alle, wie stark mein Finish ist», wandte er sich an die Konkurrenz. Und: «Ich trainiere für 210 Meter und ziehe bis am Schluss voll durch.»

Eine Ansage voller Selbstsicherheit war es. Allerdings, und das hielt Wilson in seiner bewundernswerten Offenheit auch fest: «Vor dem Rennen war ich unglaublich nervös. Noch wenige Minuten vor dem Start musste ich mich übergeben.»

Der Final geht am Donnerstag um 21.00 Uhr (SRF zwei) über die Bühne.

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