Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WM in Stuttgart: Schweizer Kunstturner verpassen Exploit

Die Schweizer Kunstturner knüpften an den Weltmeisterschaften in Stuttgart im Team-Final nicht ganz an die sehr starke Leistung in der Qualifikation an und belegten Rang 7. Gold holte Russland.
Oliver Hegi vermochte im Team-Final am Reck zu glänzen (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

Oliver Hegi vermochte im Team-Final am Reck zu glänzen (Bild: KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK)

(sda)

Der Schweizer Mannschaft von Nationaltrainer Bernhard Fluck unterliefen zu viele Fehler für eine bessere Platzierung - im Final gibt es keine Streichresultate, da nur drei Athleten pro Nation an jedem Gerät turnen. Beispielsweise stürzte der angeschlagene Eddy Yusof am Reck. Überhaupt nicht auf Touren kam Pablo Brägger, zusammen mit Oliver Hegi der Leader des Teams. Der 26-jährige Ostschweizer blieb bei sämtlichen vier Einsätzen unter den Möglichkeiten. «Es lief nichts nach Wunsch», sagte Brägger. «An jedem Gerät führten kleine Sachen dazu, dass ich Fehler machte. Es war mühsam und anstrengend. Es gibt solche Tage.» Insofern hielt sich die Enttäuschung bei ihm in Grenzen.

Fluck mutmasste, dass vielleicht noch etwas die Müdigkeit in den Knochen gesteckt habe. Die Schweizer traten erst am Montagabend zur Qualifikation an. «Wenn man sieht, was möglich gewesen wäre, können wir nicht ganz zufrieden sein», fuhr Fluck fort. «Wir haben auf dem Weg Richtung Olympische Spiele noch etwas zu korrigieren.» Mehr als ein 5. Platz hätte allerdings auch bei einem perfekten Wettkampf nicht herausgeschaut, zu gut waren die ersten vier Teams.

Stabilität bei den Schweizern

Auch wenn ein Exploit ausblieb, ist es bemerkenswert, wie sich die Schweizer Kunstturner in den letzten Jahren entwickelt haben. Sie standen zum vierten Mal in Folge an Weltmeisterschaften im Final der besten acht Teams. Der 7. Rang 2014 in Nanning war das beste Ergebnis seit 1974. Danach folgten 2015 in Glasgow und 2018 in Doha zwei 6. Plätze. Wie ist dieser Aufschwung zu erklären? Für den erneut stark turnenden Benjamin Gischard war der Erfolg 2014 ein Faktor: «Wir merkten, dass auch wir vorne dabei sein können, wenn wir dranbleiben.» Ausserdem hob er die mittlerweile grosse Breite hervor. «Das macht uns so stark. Es gibt viele Junge, die uns pushen.»

Für Fluck ist ein Grund, dass es in diesem Kaderbereich keine Rücktritte gegeben habe. Das brachte eine gewisse Stabilität. Dazu kommt die gewonnene Reife. Diese führt dazu, dass Fluck noch mehr mit den Athleten kommuniziert, noch mehr ihre Meinung abholt. «Es sind erwachsene Leute mit einer grossen Lebenserfahrung im Sport.» Von daher glaubt er nicht, dass sich an der Hierarchie an der Spitze in naher Zukunft etwas ändern wird, auch wenn Talente von hinten drücken. «Es braucht Erfahrung in unserem Sport», betonte Fluck. Fortschritte sieht er in der Athletik, in der Qualität der einzelnen Elemente, bei den Landungen beim Abgang am Barren sowie am Boden. «Wir sind auf dem richtigen Weg und setzen diesen fort», so Fluck. Es gelte nun zu analysieren, was für Tokio optimiert werden könne.

Erster Titel für Russland nach 28 Jahren

Für die Russen war es vor 7500 Zuschauern in der ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle die erste WM-Goldmedaille seit 28 Jahren. Die Osteuropäer lieferten sich ein packendes Duell mit den Chinesen, die jeweils am gleichen Gerät turnten. Vor dem letzten Wechsel sah es danach aus, als würden die Asiaten den Titel erfolgreich verteidigen. Sie gingen mit einem komfortablen Vorsprung von 1,394 Punkten ans Reck. Dann allerdings stürzte Sun Wei, während alle drei Russen die Nerven behielten. Es war die zweite Niederlage für die Chinesen in den letzten neun Team-Wettbewerben an Weltmeisterschaften. Bronze ging an Japan, mit gut 21 Jahren im Schnitt das jüngste Team im Final.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.